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EVEREST.::.INTERView
    Beharrlichkeit zahlt sich aus... 4 Jahre Bandgeschichte, ein großer Umzug nach Berlin und 
    Everest sind am Start. Mit "Demons for Company" konnten die 5 Jungs flächendeckend 
    überzeugen und haben sich weiterentwickelt' sich von den deutlichen Get up Kids‚ Zitaten 
    der Anfangstage emanzipiert und etwas Individuelles geschaffen. Tja, Grund genug mal ein 
    paar Fragen zu stellen... 

    fRk: ahhhmmm, erzählt doch mal kurz wie das alles mit euch angefangen hat und wohin
    das jetzt geführt hat... bitte kurz wenns geht;)

    Hadl: Kurz? Ja klar, gerne! Wir haben Everest Anfang 2001 in Darmstadt gegründet.
    Dann haben direkt die "Heartbeat Frequency"- EP aufgenommen, die auf Mount Moustache
    erschienen ist, danach sind wir viel getourt... 2002 auf dem Label Join the Team Player gelandet,
    dort unser erstes Album "The Road Less Travelled" veröffentlicht, wieder viel getourt und jetzt
    sitzen wir hier in Berlin mit unserem fertigen zweiten Longplayer "Demons For Company" auf
    unserem eigenen Label "Like The Mountain". Kürzer ging´s nicht, ehrlich.

    fRk: ich hab mal gelesen' ihr habt damals noch zu darmstadt-zeiten (mittlerweile seit ihr ja alle 
    in berlin wenn ich richtig informiert bin) eure jobs/tätigkeiten geschmissen... warum das? und 
    warum der umzug nach berlin???

    Hadl: Du bist richtig informiert, dass wir in Berlin wohnen, nur der Oli, unser Keyboarder 
    wohnt in Hamburg. Ist ja auch eine schöne Stadt. Dass wir das Studieren und unsere 
    Tätigkeiten haben sausen lassen und nach Berlin gezogen sind, hat alles denselben Grund. 
    Der Sinn war, die Musik und die Band ins absolute Zentrum des Lebens von jedem von uns 
    zu stellen, um die notwendige Energie und Zeit investieren zu können. Und dazu ist Berlin 
    auch eine tolle, inspirierende Stadt. 

    fRk: irgendwo anders hab ich gelesen, der grund dafür war' näher am musikalischen herzen 
    deutschlands zu sein... da mag was dran sein, aber ihr lebt doch nicht von eurer musik, oder 
    doch??? würde mich zumindest überraschen...

    Hadl: Es ist so, dass in Berlin die Wege zu Verlag, Management, Promoagentur, usw. viel 
    kürzer sind. Man hat mehr Möglichkeiten, Leute aus der Branche kennen zu lernen, insofern 
    ist man hier viel näher am Puls des musikalischen Herzens. (Wow, was ein Bild!) Leben 
    können wir nicht von der Musik, aber hier lässt sich besser daran arbeiten!


  

    fRk: mit der zeit hab ihr zweimal euren bassisten gewechselt und dann spielt der keyboarder 
    bass und der neue keyboarder, was ist mit dem... wo kommt der auf einmal her???

    Hadl: Was mit dem los ist, frag ich mich manchmal...;) Es war einfach so, dass Tobi unser 
    erster Bassist lieber studieren wollte und die Band zuviel Zeit in Anspruch genommen hätte. 
    Bei dem zweiten, Kristof, war es ähnlich. Er studiert jetzt in Maastricht. Weil ich Bassist bin 
    und wir in Oli einen tollen neuen Keyboarder gefunden haben, hat sich diese Möglichkeit 
    angeboten. Wir hoffen jetzt alle, dass es besetzungsmäßig auch dabei bleibt. Mit Oli am 
    Keyboard, Christian an Gitarre und Gesang, Erik an der anderen Gitarre, Baku am 
    Schlagzeug und ich am Bass.

    fRk: "demons for company" habt ihr auf eurem eigenen label rausgebracht, wie kam es 
    dazu...??? warum nicht mehr auf jttp, wäre das vielleicht nicht einfacher gewesen oder gab 
    es da irgendwelche zwistigkeiten?

    Hadl: Erst mal vorweg: Es gab keine Zwistigkeiten mit JTTP. Wir verstehen uns nach wie 
    vor sehr gut mit Yvonne und Marco. Einfacher wäre es vielleicht schon gewesen, aber die 
    Gründung des eigenen Labels ist ein wichtiger Schritt für uns und bringt uns auf jeden Fall 
    voran. Im übrigen existiert Join The Team Player heute nicht mehr. 

    fRk: wie kam die idee dazu?

    Hadl: Es gab im letzten Jahr einige Querelen mit diversen großen Plattenfirmen und 
    „ach so wichtigen Leuten“, da war die Gründung des Labels eine Möglichkeit für uns, 
    die Unabhängigkeit und die Kontrolle über unsere Arbeit zu behalten.

    fRk: like the mountain <=> everest ... ist das ein zufall, oder ein mangel an kreativität?;)

    Hadl: Das ist ein zufälliger Mangel an Kreativität. 

    fRk: wo seht ihr die unterschiede zwischen "road less traveled" und "demons for company"?

    Hadl: Es gibt viele Unterschiede zwischen den beiden Alben. Wir haben uns musikalisch sehr 
    viel weiterentwickelt, sowohl im Songwriting, Arrangement und auch textlich. Im technischen 
    Bereich hat sich natürlich auch etwas getan. Wir haben jetzt den Sound, wie wir ihn uns im 
    Moment gewünscht haben. "The Road Less Travelled" war noch sehr roh, unausgegoren und 
    mit "Demons For Company" sind wir momentan sehr zufrieden und die Reaktionen auf das 
    Album bestätigen unser gutes Gefühl. 

    fRk: "emo" ist ja mittlerweile ein sehr mißbrauchter begriff geworden, aber würdet ihr euch 
    noch als "emo band" bezeichnen wollen???

    Hadl: Es ist so, dass es uns eigentlich egal ist, wie irgendjemand unsere Musik bezeichnet. 
    Das spielt meiner Meinung nach auch gar keine Rolle. Hauptsache die Songs sind gut, dann ist 
    es doch egal, wie das heißt. Ich komme immer damit klar, was in Reviews als Musikstil bei uns
    angegeben wird. Es muss ja für den Leser kategorisiert werden, damit man weiß, was einen da
    erwartet. Is schon ok so. 

    fRk: könnt ihr euch noch an das besten und schlimmsten konzerte erinnern, die ihr gespielt 
    habt...??? nehmen wir beide extreme' das wäre schonmal genug. also' lasst hören... 

    Hadl: Naja, schwierig, da hat vielleicht jeder von uns andere "Favoriten". Ich kann´s ja mal 
    von mir sagen. Das schlimmste Konzert von uns war wohl in Bad Salzungen im Pressenwerk 
    mit Soulmate und Pale.  Da ging einfach soviel schief, dass wir glaub´ ich alle am liebsten von 
    der Bühne gegangen wären. Die Besucher hätten es verdient, auf ein Konzert von uns in der 
    Zukunft dort in der Nähe eingeladen zu werden. Sorry, Bad Salzungen. Mein Lieblingskonzert 
    war unsere Show in Newport/Wales. Total voll gepackter Club mit lauter total verrückten 
    Leute, und das im positiven Sinn. Alle sind total abgegangen, wollten Autogramme und 
    Umarmungen und wir hatten eine Spitzenzeit dort und im Rest von UK. Die Shows in 
    Darmstadt und Berlin sind auch immer sehr schön. 

    fRk: bald steht ne längere tour vor der tür, 19 dates am stück... das wird bestimmt kein 
    zuckerlecken... gab's da schonmal was längeres und habt ihr vorher im fitnessstudio trainiert?;)

    Hadl: Oh doch, das wird ein Zuckerlecken, wir freuen uns wahnsinnig darauf, dass es am 25. 
    Februar endlich los geht. Wir trainieren täglich..............nicht! Aber das geht schon. Wir waren 
    mit The Stereo und den Ataris auch schon lang auf Tour, so dass das nicht neu für uns ist. 

    fRk: wir hatten mal ne sektion bei uns im magazin, wo wir nach der "kriminellen" vergangenheit 
    der interviewten gefragt haben... also hattet ihr schonmal einen lustigen zusammenstoß mit der 
    polizei oder dem gesetz. kaugummipapierchen in der stadt fallen gelassen und dafür 10euro 
    bezahlt, was weiß ich...

    Hadl: Ich bin neulich beim Schwarzfahren erwischt worden. 40 Oiro. Mist! Ich kann mich da 
    aber an eine lustige Geschichte erinnern. Das war nach einem Festival in Kesten an der Mosel. 
    Unser....nein ich sags mal lieber neutraler......ein Bandmitglied von uns war sehr, sehr betrunken
    nach dem Auftritt. Er hat den halben abend damit verbracht vor dem Klo im Matsch zu liegen.
    Bei der Heimfahrt sind wir direkt von der Polizei angehalten worden und das besagte 
    Bandmitglied, nennen wir ihn mal Mr.B, saß zufällig noch auf dem Platz, der der Schiebetür 
    vom Bus am nächsten war. Der Polizist öffnete die Schiebetür nachdem sie den Fahrer 
    kontrolliert hatten. Zum Glück waren wir noch einer zu viel im Wagen. Der Polizist hat uns 
    dann in die Augen geleuchtet und meint:"Ich hab da einen Verdacht......" Mr.B schaut so auf 
    seine dreckigen Schuhe und sagt: "Verdacht auf Dreck am Schuh, oder was?"(gelallt natürlich). 
    Der Polizist: "Nein, Verdacht auf Rauchen!" Mr.B: "Meinste Kiffen oder was?" Da war´s schon
    schwer nicht zu lachen, aber die Polizisten waren ganz ok und haben uns dann weiterfahren 
    lassen. War ja zum Glück nicht in Bayern.  

    fRk: wie sehen die weiteren pläne für dieses jahr aus?

    Hadl: Die weiteren Pläne sind: in weniger Polizeikontrollen zu kommen, möglichst viel touren 
    und anfangen Songs für unser nächstes Album zu schreiben. Das soll nämlich mal schneller 
    erscheinen, als erst nach drei Jahren. Vielen Dank für das Interesse und viele Grüße von 
    Everest. 

    text: frankie