FIREiNtHeATTIC, interview
Feuer unterm Dach! (eine Kurzgeschichte von den
Jungs aus Bonn...)
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Wer Screamo / Emo zu seinem
Lieblings Musik-Genre zählt, dürfte im letzten Jahr kaum an FIRE IN THE ATTIC aus Bonn
vorbeigekommen sein. Innerhalb von 1 ½ Jahren nahm die, aus den SUMMERS LAST REGRET und
FASTPLANT hervorgegangene, Band eine viel gelobte EP mit dem Titel Decision &
Action auf, für deren Release man mit Redfield Records ein engagiertes
Label gewinnen konnte. Auf unzähligen kleinen Shows, einer zweiwöchigen Deutschland-Tour
und dem einen oder anderen Supportgig für namhafte Acts a la TAKING BACK SUNDAY, HOT
WATER MUSIC oder COHEED & CAMBRIA konnte man sich einen excellenten Ruf erspielen, der
mittlerweile den Status eines einfachen Geheimtipps längst hinter sich gelassen hat. |
Was die Erwartungen betrifft, mussten wir die Selbigen bisher
beängstigend oft
aktualisieren, gibt Sänger Ole
unumwunden zu.Denn Bands, die nicht nur dieselbe Musik
machen, wie die Jungs aus Bonn, sondern auch auf
diesem hohen Niveau, sucht man
hierzulande eher vergebens. Vielleicht auch mit
ein Grund, warum FITA sehr stark auch von
der einschlägigen Presse unterstützt werden,
überall offene Türen einrennen und schon ist
man wieder schnell bei dem bösen Wort
Hype angelangt.
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Was muss, was darf, was soll, oder was lässt man lieber sein ? ::
Natürlich bestimmen wir die Grenzen selbst. Und natürlich achten wir auch darauf,
was wir
so machen und spielen, stellt Sänger Ole
klar, und schränkt ein Nie würden wir uns und
unsere Musik zum Beispiel für politische
Veranstaltungen instrumentalisieren lassen, wenn wir
als Band nicht geschlossen hinter der Sache
stehen würden. Auch so was wie Promojobs
von irgendwelchen Firmen, die wir nicht
unterstützen wollen, schlagen wir natürlich aus.
Man solle sich zwar auf jeden Fall nicht für
höhere Platten-Verkäufe und ähnliches verbiegen
lassen, allerdings bestimmen wir das halt
selber und lassen uns das auch nicht von
irgendwelchen Szene-Kodexen vorschreiben was wir
zu tun und zu lassen haben.
Trotz
der vielzähligen Medienpräsenz von FITA, ist doch alles oft kleiner als es scheint:
Die Meisten Freunde von uns finden das zwar
alles toll und freuen sich für und mit uns, aber
deswegen verhalten sie sich ja nicht anders. Das
wäre ja auch schlimm. Außerdem ist es ja
nicht so, als wären wir jetzt plötzlich
Rockstars, nur weil unsere EP letztes Jahr bei ein paar
Leuten gut angekommen ist und wir gerade ein
Album rausbringen. Mein Leben und meine
Einstellung zu den Dingen im Allgemeinen ist ja
noch genauso, wie vor der Zeit mit FITA.
Das entfernte Bekannte, die nicht so den Über-
bzw. Durchblick innerhalb der Szene haben,
die Größenordnung schon mal falsch einschätzen
und denken wir würden mit der Band jetzt
Unmengen an Geld scheffeln, kommt zwar vor ist
aber auch schnell wieder aus der Welt
geschafft. Denen bräuchte ich nur einen
Kontoauszug von mir zu zeigen und schon wäre die
Illusion vom großen Reichtum wieder aus der Welt
geschafft
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Der zweite Streich ::
Anfang April erschien mit Crash/Rebuild der erste Longplayer der Jungs, der,
wie schon
die EP und alte Fastplant-Sachen, im Gernhart
Studio unweit des Wohnortes der Band,
aufgenommen wurde. Das man dem Studio weiterhin
die Treue hält und nicht in ein größeres
Studio gegangen ist um mit irgendwelchen
namhaften Produzenten aufzunehmen, hat einen
ganz einfachen Grund: Die Zusammenarbeit
mit Gernhart und insbesondere mit Martin
(Buchwalter, Produzent.), der die letzten beiden
FITA-Releases produziert und aufgenommen
hat, ist einfach ganz großartig. Martin ist
einfach ein extrem lustiger, liebenswürdiger Freund
von uns, der hinzukommend auch noch unfassbar
kompetent innerhalb seines Schaffens ist,
erklärt Ole. Martin und die Band hatten sich
diesmal für die Aufnahmen mehr Zeit gelassen
und mit den verschiedensten Dingen
herumexperimentiert. Das Ziel sei es gewesen, Produktion
und Songwriting gegenüber Decision & Action
zu steigern und die Platte runder klingen zu
lassen, ohne jedoch in einen aalglatten und
überproduzierten Sound abzudriften. So hat man
zum Beispiel viel an den Songstrukturen gefeilt,
die laut Sänger Ole, auf der EP noch sehr rau,
unaufgeräumter und stürmischer waren, was ja
auch durchaus seinen Charme hat. Optisch hat
die Platte wieder Gitarrist Richard in Szene
gesetzt, der schon für das Artwork der Decision
& Action-EP verantwortlich zeichnete
und nebenher für andere Leute die verschiedensten
Sachen gestaltet. Auf wen sich Richard bei seinen
Arbeiten bezieht, war ihm nicht zu entlocken,
dennoch Als einigermaßen Außenstehender
würde ich sagen, dass Richard mit der Zeit einen
sehr schönen eigenen Stil entwickelt hat, der
sich im Moment hauptsächlich über aufwendige
Collagenarbeit definiert, so Ole.
Mit
Japan erschien das Album unlägst erstmals außerhalb Europas, nachdem man in dem
fernöstlichen Land schon mit einem Song auf
einem mit vielen europäischen Emo/Punk-Bands
gespickten Sampler vertreten war.
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Alles beim Alten ::
Aber
sonst
wiederholt sich die Geschichte von vor einem Jahr. Ab jetzt werden wir
noch
den Rest des Jahres möglichst viele Shows
spielen, darunter eine Menge Festivals und eine
zwei- bis dreiwöchige Tour im Spätsommer.
Ob es dabei auch ins Ausland geht, wo die
Band mit Ausnahme zwei CH-Gigs bisher nicht
touren konnte, läßt Ole offen Geplant wird
im Moment rund um die Uhr verraten aber
immer erst dann was, wenn es konkret wird.
Was ich aber sagen kann ist, daß wir eine
Auslandstour nicht grundsätzlich ausschließen
würden und werden es bleibt abzuwarten, was das
Jahr so bringt
text: kevin
goonewardena // www.emopop.net
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