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     >>> 22.05.2004: The Eaves, Defdump, Ex Inferis .::. Belvaux (LUX) - 911 

    Ahhh, über die Grenze, auf einmal versteht man die Leute nich mehr... ganz, ganz schlimm 
    aber totaaal lustig! Es sollte ein Samstag Abend der netten Begegnung und Vökerverständigung 
    werden, sogar der Routenplaner führte uns einwandfrei in ein kleines ort bei Luxembourg cité... 
    grade angekommen war der Club, der eher ein Cafe war auch direkt gefunden und nach 
    kurzzeitiger Parkplatzsuche wurden wir direkt mit einem freundlichen "Salut" begrüßt! 

    Naja, auf nach oben ins 911' six üros bezahlt und die erste Band verpasst. Egal, sollten ja 
    noch drei kommen... in der Zwischenzeit suchten wir uns einen internationalen Dolmetscher 
    an der Theke, der eigentlich den ganzen Abend unsere Bestellungen weiterleitete und merkt 
    euch: ein HUMPEN ist ein großes Bier! 

    Auf dem Rückweg zur improvisierten Bühne, die eigentlich nicht vorhanden war' hatten 
    dann EX-Inferis ein Stelldichein und kurze Zeit später sprangen und tanzten wildgewordene 
    Luxemburger in der Gegend herum. Ein grunzender Schlagzeuger, dessen Stimme eher zum 
    Gitarristen gepasst hätte' ein Sänger, der nicht gesungen hat und ansonsten wildes Metalcore 
    Gemosche a la Darkest Hour, Six Feet Under wasauchimmer... jedenfalls ziemlich hart und 
    kein bisschen herzlich! Als dann gegen Ende anscheinend die Klassiker ausgepackt wurden, 
    war dann in den vorderen Reihen kaum noch einer zu halten und ich war froh als wir wieder 
    unseren Dolmetscher an der Theke aufsuchen konnten!;) 

    Zurück an der Bühne, wurde uns dann auf einmal zwei Bier' von zwei netten Luxembürgern in 
    die Hand gedrückt, den Grund dafür hab ich bis heute noch nicht herausgefunden... aber man 
    sollte sich später nochmals vor der Tür wiedersehen. Denn  bei "Defdump" ging alles drunter 
    und drüber, wie man uns später sagte' die Alternative Rocker aus Luxemburg schlechthin und 
    das war maßlos untertrieben! Ein Noise Spektakel der Extraklasse im Stile von JR Ewing, 
    Nine, Poison the Well' nur tausendmal abgedrehter und einem Bassisten, der einfach nur 
    gerockt hat! Hey, wie kann so ein kleines Land, so ne gute Band beheimaten?!;) guckt euch 
    das mal an: www.defdump.com und überzeugt euch selber! Mehr kann ich nicht erzählen, weil 
    ich sehnsüchtig damit beschäftigt war mein Gleichgewicht zu halten... auf jeden Fall hab ich sehr,
    sehr selten eine Band erlebt' die einen so dermaßen mitgerissen hat! 

    Nach ner Stunde brauchte mein verschwitzer Körper, der zu 90% mit dem Schweiß anderer 
    Leute behaftet war (was ich definitiv in dem Land keinem übel nehmen kann)' ein bisschen 
    Frischluft, wo wir dann auch einige "alte" Bekannte von drinnen wiedertrafen und auch neue 
    Bekannte treffen durften um uns über Luxemburger Gepflogenheiten und Weißheiten zu 
    unterhalten... wieder zurück im 911 sollte dann endlich die Band spielen, weshalb wir oder 
    zumindest ich uns eigentlich überhaupt nach Belvaux verirrt haben und zwar die Eaves aus 
    Essen, ach neee AACHEN!;) vorher musste nur eine Sache dringend geklärt werden: 

    Wer zum Teufel ist der Typ auf den Eaves Shirts? Erste Version: ein Typ aus Spanien, der 
    irgendwie kastriert worden ist, weil der irgendne Alte gebumst hat! Alles klar! Zweite Version: 
    frz. Schrifsteller, der kastriert wurde, weil er irgdwen begehrt hat... Name wurd gennant und 
    auch schonmal wahrgenommen, aber nicht behalten! Als einzigste deutsche Band und mit den 
    besten t-shirts hatten die Eaves jedoch ein kleines Problem, die Zeit war unaufhaltsam nach 
    vorne geschoben worden und wir hatten schon nach 1.00 und deshalb standen nicht mehr ganz 
    sooo viele Leute vor der Bühne, die aber dafür wohl umso mehr die Sau rausließen!!! 

    Nene, die Luxemburger, ich kann mich nur wiederholen;) so wurden zum ersten mal Leute an 
    die Decke geschmießen, Leute uns direkt vor die Füße geschmießen usw. , währenddessen 
    besagte Band vorne ein Feurwerk aus Grind-Noise-Proll-Lärm-CORE ablieferte, instrumental 
    der Hammer... von der Stimme hat man leider nich so viel mitbekommen, aber das hat bestimmt
    gepasst und da man sowieso nichts versteht, tut das ja auch nichts zur Sache, haha;) 

    Danach war dann aber auch die Luft raus und wir machten uns wieder auf den Weg ins schnöde
    Deutschland... leider! 

    text: frankie