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     >>> 30.09.2003: Deftones, A Perfect Circle... .::. Düsseldorf - Philippshalle

    Mhh – die Musik liegt mir immer noch in den Ohren! Was für ein Abend...
    Nachdem noch in Windeseile ein Fernseher irgendwo in Düsseldorf von einem 
    schmierigen E-bay-Händler abgeholt werden musste, passierte das erste Unglück.

    Völlig von meiner Erinnerung und Orientierung überzeugt lotste ich uns vor die vermeintliche 
    Phillipshalle, die aber eine düsteren und menschenleeren Eindruck machte. Warum wohl? 
    Das war das Stahlwerk, eine andere Konzerthalle in Düsseldorf, in der ich mir letztes Jahr 
    Bush angeguckt hatte, die damals von der Phillipshalle dorthin verlegt worden waren. 

    Nach x-maligem äußerst höflichen Wegbeschreibungen von mehr oder weniger kompetenten 
    Düsseldorfern – „Ah, Phillipshalle, jaja das ist ganz einfach: Geradeaus und links, dann rechts, 
    ehh nein links geradeaus glaube ich, dann hinter so einem Haus eehhm, ja, rechts und dann 
    2xlinks so, ja!“ 

    Jedenfalls haben wir es dann irgendwie gefunden! Beim Betreten der Halle habe ich dann 
    einerseits einen positiven Schock bekommen, weil so wenig los war und man mühelos bis 
    vor die Bühne konnte, andererseits war ich aber auch negativ überrascht, dass sich so 
    wenige Leute für dieses einmalige Spitzenprogramm entschieden hatten. Zur Musik:
    A perfect circle waren einfach fantastisch – der Sound war absolut – Maynard James 
    Keenan, Josh Freese, Billy Howerdel, Joerdie White und James Iha waren ihrerseits 
    perfekt – Wow! 

    Apc spielten überwiegend Songs von ihrem neuem Album „Thirteenth Step“, wie „Pet“, 
    „Blue“,  „Mer des noms“ haben nicht gefehlt. „Judith“ brachte eine Frau neben mir fast um 
    den Verstand, aber auch ich konnte mich nur noch schwer auf meinem Standpunkt halten. 
    Als es dann vorbei war hatte ich und viele Andere in der Halle noch lange nicht genug, aber 
    das war nicht das Problem von Apc. Nach einer halben Stunde Umbaupause war es dann 
    Zeit für die ganze Deftones-Baggage zum Rocken. 

    Chino war in äußerst guter Verfassung und warf sich gleich beim ersten Song, 
    der komischerweise „Minerva“ war, sofort ins Publikum. Danach folgten überwiegend 
    bekanntere Deftones-Songs, wie „Digital bath“ und „Back to school“ Die Menge war 
    begeistert, aber soundtechnisch konnten sie mit A perfect circle nicht mithalten. 

    Trotzdem ein Hammer-Konzert, in dem vor Allem die ersten Reihen zig-male Chino tragen 
    und halten mussten.  Tschuldigung, aber wo geht´s hier in die USA zu den nächsten 
    Konzerten?     

    text: michi