fRkmagazine        
                    
                   

    

    >>> 14.06.2003: fRkfest vol.2 .::. Daun - alter Bahnhof 

    Nach den ganzen Querelen im Vorfeld' sprich, tausend Locationwechseln, zwei 
    Terminverlegungen und Millionen Bandabsagen, rückte der Tag X dann doch näher und 
    war dann endlich da... 14.06.2003 fRkfest vol.2 // whole9yards, the great giana sisters, 
    everest, pole*, marvin go!, days in grief :: ja so sollte es sein, etwas traurig oder eher 
    mitgenommen waren wir über die Absage von theCoalfield, die aus persönlichen Gründen 
    leider sehr kurzfristig die Show canceln mussten, aber noch ist nicht aller Tage Abend 
    und das nächste Festival kommt bestimmt, keine Frage! 

    Nun gut, der Tag ging für mich früh los und da es ja monatelang mit meiner Gesundheit nicht 
    zum besten bestellt war' hatte ich die ganze Woche die große Ehre mich (mal wieder) mit 
    jeglicher chemischer Scheisse wieder zum Wochenende hochzuputschen. Die besten 
    Wettervorhersagen konnten den mittaglichen Wasserfall aber nicht verhindern, zufälligerweise 
    genau zu dem Zeitpunkt wo ich in den Kühlwagen einweisen durfte und mich danach pitschnaß 
    im Supermarkt wiederfand um die letzten Besorgungen zu tätigen. Naja, kann man nichts 
    machen, danach ging's nochmal kurz Nachhause, trockene Klamotten anziehen, Suppe abholen
    und wieder zurück zum Bahnhof, wo schon die ersten Musiker eingetroffen waren, sprich: 
    Everest, die sich ihre Zeit bis Abends basketballspielend vertrieben. 

    Unsere Versorger (hallo Regina, Paul, Tommek und Jörg) waren schwer damit 
    beschäftigt den Pizzasteinofen vor die Türe zu stellen bzw. zu bauen und die ganze Sache 
    dementsprechend festivalgerecht zu dekorieren' was in meinen Augen eine wirklich sehr 
    einladende und symphatische Atmosphäre mit sich zog, was wiederrum manche Leute leider 
    noch viel zuwenig zu schätzen wissen: wenn sich 4 Leute den Arsch aufreißen, Bier usw. für 
    fast umsonst verkaufen und letztendlich für knapp nen halben Tag (harte)Arbeit 50€ kassieren 
    und dann noch so Kommentare kommen: Öhhh, was soll denn der Ofen da?! Wieauchimmer, 
    schließlich trafen mit der Zeit auch die restlichen Bands ein, allerdings sollten die line up 
    Probleme nachwievor bestehen bleiben... Wer spielt für Coalfield jetzt als Headliner blablabla?!
    Dadrauf möchte ich aber jetzt nicht mehr näher eingehen, weil sich das noch zu einer wirklichen
    Kinderkacke Angelegenheit ausdehnen sollte. 

    Egal, erste Band: whole9yards, Uhrzeit' kurz vor 21.00 Uhr, viel später konnte man ja auch 
    nicht anfangen, da noch 5 Gruppen folgen mussten. Die Zuschauerzahl hielt sich leider noch 
    in Grenzen, aber für Eifler Verhältnisse war's ja eh noch viel zu früh, was mir aber wirklich 
    sehr für die Band leid tat. Die Jungs werden wirklich von Auftritt zu Auftritt besser und sind 
    demnächst sogar im Kino zu sehen... (tjaja, kein Witz!) oldschool aus Üxheim, so ist das 
    eben, wenn auch musikalisch noch nicht alles sitzt merkt man das gearbeitet wird und natürlich
    ordentlich gerockt, so muss das sein! Die Burschen sind zumindest auf dem richtigen Weg und
    ich bedanke mich nochmal recht herzlich für die Show! 

     

    Next one on stage: the great giana sisters aus prüm, die sich sooo kurzfristig als coalfield ersatz 
    in die Reihe stellten und etwas ruhigere Klänge mit im Gepäck hatten, sagen wir' Schrammel 
    emopunkpop. Gerade erst haben die Jungs ihre Pladde in Eigenproduktion auf den Handel 
    losgelassen, wer Interesse hat kann ja mal bei www.planbmusic.de vorbeischauen. Definitiv 
    steckt da mehr oder weniger Potential drin und ausbaufähig ist alles, also ranhalten! 

      

    Die Leude wussten das wohl zu schätzen und es wurden mehr, immer immer mehr, 
    bis dann bei Pole* (meiner persönlichen Lieblingsband am Abend) das Haus ganz gut 
    gefüllt war. Allerdings wollte sich noch keiner so recht zum abgehen entscheiden, so musste 
    man ein bisschen nachhelfen und die Masse 2m nach vorne an die Bühne treiben. Wenn die
    Crowd noch etwas schüchtern war, die Jungs oben auf waren es nicht und kommt Zeit kommt 
    Rat' es wurde voll, die Boxen krachten' und Pole gingen und zwar sowas von ab. Pat und Co. 
    ihr seid echt klasse!, tut mir echt leid nicht zu eurer Releaseparty gekommen zu sein, beim der 
    nächsten Platte auf jeden Fall. Ich sag nur www.polemusic.net, geht einfach drauf! 

      

    Kurze Pause, kurze Tanzeinlage durch unsere last-minute angeheuerten GoGo Girls, was 
    nach dem ganzen Krach der kurzzeitigen Entspannung dienen sollte... knappe 3 Minuten 
    Dance Action zu Christina Aguilera oder was weiss ich, ich weiss es nicht mehr. Auf jeden 
    Fall schienen mir die Jungs von Everest sichtlich einbisschen irritiert nach einer Tanzgruppe 
    aufzutreten: Jungs, nicht so gehemmt;) trotzdem rockten die selbstbetitelten "Darmstadt City 
    Rockers" das mittlerweile wirklich volle Haus und konnten sich sicherlich mit ihrem 
    schnabulösen punkig angehauchten emo Sound a la Get up Kids noch ein paar Fans in der 
    Eifel erspielen. Ich hab's leider nicht ganz gesehen, aber den Augenzeugen zufolge muss die 
    gebotene Show auch ganz gut gewesen sein, was will man mehr... 

       

    Let's go for Marvin Go! die überstürzt dazu getrieben wurden den Headliner Job zu 
    übernehmen und im Nachhinein muss ich sagen, alles andere wäre Wasser ohne Kohlensäure 
    gewesen. Unglaublich wie lange sich Migge, Siff un Cani den Arsch wund gespielt haben, 
    lass es eine Stunde gewesen sein oder vielleicht auch zwei?! Wüster Stoner Rock der einem 
    da ins Gesicht gepeitscht kam und es nahm kein Ende und die Leute wollten nur noch eins... 
    nämlich mehr davon, was allen dann schließlich ach geboten wurde im Form einer knapp 15
    minütigen Zugabe, oder waren es zwei?!;) Der Name ist Programm, herzlichen Dank an die 
    "Supersonic Rock Agents"! 

      

    Woraufhin dann die allseits beliebten Days in Grief aus dem schönen Kölle ihr Gastspiel geben 
    sollten und spätestens hier war klar: morgen muss doch länger aufgeräumt werden... die Jungs 
    wissen anscheinend zu begeistern, anders kann ich mir die Masse, die sich vor der Bühne 
    "friedlich" am verprügeln war nicht erklären, zumindest nicht nach 1:00 Uhr und das war gerade
    mal der Anfang' mit keinem Ende in Sichtweite! Krachiger melopunk mit einem guten Spritzer 
    an Punk Attitüde, das sind Days in Grief, aber mir war's für nen Moment zuviel... so musste 
    der lange Tag, der auch nach der letzten Musikgruppe kein Ende nehmen sollte' auf der Couch 
    in unserem netten Backstage Bereich' bei netter Unterhaltung mit ichweissesnichtmehr' ein wenig
    aufgelockert werden... schließlich hatte ich zu der Zeit noch ungefähr 13 Stunden vor mir, 
    die noch viel anstrengender werden sollten, wenn ihr versteht was ich meine;) 

      
        

    Hiermit möchte ich mich noch nachträglich bei allen Bands bedanken, bei unseren 
    Mitorganisatoren und trinkfestem Personal... Julia, Stefan, Jonas und Paddy, den Leuten, 
    die das Essen und den Kühlwagen an den Start gebracht haben und gehörigen Anteil daran 
    hatten aus unserem Festival' auch einen gehörigen Absturz zu machen... Regina, Paule, Jörg 
    und Tommek und natürlich allen die da waren, Spaß hatten und aus irgendeinem Grund in 
    meinem Buch der coolen Leute stehen!;)  

    I LOVE YOU ALL... YOU'RE FUCKING MAD! 

    text: frankie 
    photos: michi