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     >>> 23.04.2005: KRAKFEST05 .::. Trier - exHaus  

    2 Tage Krakfest in Trier... immerhin haben wir es geschafft uns nen halben anzuschaun;) 
    "harte" Bands im Überfluss, wir wollten Samstags Callisto sehen... nur die, die haben kurzfristig
    abgesagt. Okay, was bleibt über auf der Liste... The Ocean, mhhh sehr cool` eigentlich auch 
    Pflichttermin! Eaves?! Tja, viel zu früh, leider verpasst... thePlottoblow, die erste Band, die wir 
    an dem Abend sehen druften und... enttäuschend? Nein, nicht wirklich` aber ich persönlich hatte
    mir mehr erwartet... gerade von der Zuschauerzahl, die hielt sich nämlich angenehm in Grenzen. 

    Wenig los? Auf keinen Fall, aber trotzdem rechnete ich mit massiven Platzproblemen... 
    vielleicht waren ja viele von der Kunstausstellung abgeschreckt` haha;) ich hoffe nicht, denn 
    neben viel trash konnte man teilweise wirklich von Kunst sprechen! Soviel dazu, dem wurde 
    eh nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt glaube ich... zurück zur Musik. 

    The Plot, mhhh ja` viel Geschrei, viel Lärm, viel Gedöns und ein Sänger` der offensichtlich 
    arge Probleme mit seinen Handgelenken, seiner Sexualität oder seinem Saxophon hat. Ich 
    würde einfach mal sagen Geschmackssache... musikalisch nicht schlecht, aber manchmal 
    vermisst man ein wenig sehr die Struktur, die es einem einfacher macht` manche Sachen in 
    Erinnerung zu halten. Naja, was war danach... bin mir nicht ganz sicher. 

    Ich glaube Sons of Tarantula, nach eigenen Aussagen „die letzte deutsche Punkband“... 
    mit Musik hatte das auf jeden Fall weniger zu tun, eher mit Selbstdarstellung oder einfach 
    der Performance halber. „Wir schießen um zu töten“, ein Knall` ein furchtbarer Gestank... 
    plötzlich stehen 5(?!) vermummte Gestalten auf der Bühne, die wie wild rumspringen, 
    grauenhafte Musik machen` aber eine Show abziehen, mit der man sich zweifellos in den 
    Erinnerungen der Augenzeugen festsetzen wird... da bin ich mir sicher! Erzählen kann man 
    da nicht viel, das muss man gesehen haben, oder auch nicht... äußerst schwere Frage!;) 
    um einen Eindruck zu bekommen, besucht doch mal www.tulaland.de und den Rest könnt 
    ihr euch selber vorstellen.  

    Nachdem die Bühne notdürftig mit Besen gesäubert wurde, durften dann Fear my Thoughts 
    an die Instrumente, deutscher Metalcore auf Lifeforce Records oder war`s bENIIHANA?! 
    Oder moment mal, kommen die nicht aus der Schweiz... ach, ich hab`s vergessen. 
    Zumindest stieg die musikalische Qualität wieder um nahezu 100%, aber der Auftritt war 
    äußerst langweilig` haha;) nein quatsch, obwohl die Jungs nicht gerade ruhige Musik machen` 
    konnte man sich ganz gut entspannen` wenn man etwas weiter hinten stand. Metalcore Brett, 
    schön prollig` kam gut an! 

    Danach aber, meine Damen und Herren...The Ocean! Im Gepäck Tomas Hallbom (aka BREACH!), 
    da konnte man sich auf was gefasst machen und man wurde nicht enttäuscht. Bis dato hatte ich
    noch nie das Vergnügen The Ocean live zu sehen und war ehrlich gesagt auch nicht sonderlich 
    dran interessiert, aus dem einfachen Grunde` weil ich mich bis auf ein paar mp3 Hörproben 
    ohne Gesang` nie weiter mit der Band beschäftigt hab. Ein kleiner Fehler, aber umso größer 
    die Überraschung... schade nur, dass Herr Follmann irgendwann massive Ohrenschmerzen 
    bekam, denn wir standen weit vorne und da war es nicht leise. Trotzdem war ich zu klein um 
    die Flex zu sehen, die ins das Bühnenprogramm mit eingearbeitet wurde... die Funken sprühten
    und ich dachte nur „ohhhh wie toll, Pyrotechnik... sieht schön aus, aber Sons of Tarantula hatten
    ne bessere Show` haha“;) sehr düster, sehr hart, von allen Seiten. Allerdings würde mich mal 
    interessieren wer jetzt wirklich bei The Ocean festangestellt ist, denn da war ein kleiner, 
    tätowierter Junge` der sich zusehends hinter einem großen laptop versteckte und sich nur 
    dann und wann nach vorne traute um mit noch einer gewaltigeren Stimme als Mr. Breach ins 
    Mikrophon zu brüllen... wozu braucht man dann noch jemand aus Skandinavien, der einem 
    die Platte einsingt?!? 

    Einfach großartig, die Ruhe danach` ein kurzer Blick auf die Uhr` löste jedoch Stirnrunzeln 
    aus... Herr Follmann und ich waren an dem Abend nicht sehr motiviert, Herr Follmann noch 
    viel weniger und plötzlich neigte sich der digitale Zeiger einer Zwei und draußen war es nicht 
    mehr hell. Einen Song von Undying nahmen wir dann noch mit... schließlich mussten wir noch 
    weiter und dass der Abend ein sehr spätes oder sooo frühes Ende nehmen sollte, wussten wir
    bis dahin noch nicht. 

    Kurzes Fazit: Ein nettes Festival, einziger Kritikpunkt die musikalische Vielfalt` die an diesem 
    Tage sehr metallastig war. Eigentlich kein Problem, aber wir kamen ja erst um halb9 und ich 
    stelle mir jetzt einfach vor die anderen 6 Bands davor gesehen zu haben, die nicht minder 
    härter waren. Extreme sind vielleicht nicht schlecht, aber nur in Maßen und irgendwann ist die 
    Aufnahmefähigkeit ausgereizt, also vielleicht dazwischen doch vielleicht wenigstens eine Band, 
    wo man nicht Angst haben muss` dass Sänger(in) nicht einen Stimmbandzusammenbruch auf 
    der Bühne erleidet;) 

    text: frankie