>>> 10.05.2004: McLusky, Modeylemon .::. Köln - Gebäude 9
Lightsabre cocksucking
blues fließt in den Adern, offen für kranke Riffs ist man, keine Angst
vor einem Hörsturz mit Zwanzig hat man, ein gutes Konzert will man!
Und was will man
mehr
?
Da der Konzertbericht aber
an dieser Stelle nicht schon zu Ende sein soll, wird im nun
Folgenden der Abend des 10.Mai.2004, aus der Sicht eines
heranwachsenden Mitteleuropäers,
der zum Zeitpunkt des Geschehens im Besitz seiner psychischen und
physischen Kräfte war,
wiedergegeben.
Gebäude 9 also, Köln -
aha, Mclusky - soso, Modey lemon mhh; vielen wird nur der
Name Köln im Zusammenhang mit deutschen Großstädten, mit einem
großen sakralen Bau
von überregionalem Bekanntheitsgrad und vielleicht mit einem
Fußball-Zweitligisten über den
Weg gelaufen sein, doch sollte auch für diejenigen Kunstbanausen, die
zum Zeitpunkt dieser
Lektüre noch nichts von krankem britischen Rock á la Mclusky gehört
haben, dieser Bericht
wertvoll sein, sodass sie sich morgen aufmachen werden und in Trance
ein Album der Band
im Laden ihrer Wahl ergattern werden. Lange Rede langer Sinn
Zum Konzert, der Band, dem
Abend. Nach mehrmaligem Verfahren das Gebäude 9 erstmals
betreten, stellte sich beim Konzertgenus des Supports Modey Lemon aus,
lasst mich nicht
lügen, Pittsburgh, ein breites Grinsen auf meinem Gesicht ein. Nicht
nur das plötzlich das Seattle
1989-Revival auf der Bühne stand, nein die 3 Jungs von Modey Lemon
hatten meiner Meinung
nach auch noch das verdammte Talent dazu. Gute Songs, gute Dynamik,
extrem klasse
Drummer und eine eigenständige Art rundeten den Auftritt der Amis
ab.
Dann
My love is bigger than your love schallte es zwar noch
nicht sofort aus den Boxen, dafür
gaben Mclusky den circa 250 Leuten zu Beginn Lightsabre
cocksucking blues in einer
Qualität, die meine Erwartungen mehr als übertraf. Außerdem wirkte
der ganze Auftritt
wesentlich strukturierter und normaler als ich es von einem
Mclusky-Gig gedacht hätte.
Dann folgten mehr oder weniger verrückte Songs der alten Alben
My pain and sadness is
more sad and painful than yours und Do Dallas und
viele Stücke des neuen Werkes mit
dem sinnigen Titel The difference between me and you is that I´m
not on fire. Nach und
nach taute das Publikum auch auf und nach 20 Minuten ging es deftig zur
Sache.
Auffällig war sicherlich
der Bassist der Band, der wirklich mehr als 100% gab und sich völlig
erschöpfte, später jedoch mit Apfelsinen warf, dann der Drummer, der
rein optisch nicht in das
Mclusky-Bandbild passen wollte, musikalisch jedoch absolut war,
schließlich der Sänger, der
auf mich zu Beginn etwas Motziges ausstrahlte, dann jedoch immer
symphatischer wurde
und eine ganz tolle Stimm- und Gitarrenleistung darbot.
Immer wi(e)der!
text, photos: michi
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