>>> 14.01.2006: Tuesday Blast Festival .::. exHaus - Trier
feat: Most Precious Blood, Turmoil, Haste the Day, The
Juliana Theory, Zaccharia
Most Precious Blood und Co
gaben sich ein Stelldichein zum Tuesday Blast.
250 km Anreise aus der ehemaligen Bundeshauptstadt und trotzdem
überpünktlich
dagewesen. Diesmal nicht in den Kellergewölben, sondern im wesentlich
kleineren
Balkensaal... hohe Decken, nicht unbedingt die beste Akkustik und
Atmosphäre...
etwas verwunderlich bei dem Package, aber irgendwie sollten weniger
Leute
anwesend sein` als erwartet. Etwas verwunderlich bei dem Package...
naja,
den Start sollten eigentlich dEFDUMP aus Luxemburg machen, diese
kamen
aber gar nicht erst (leider) und so wurde alles um fast eine Stunde
nach hinten
verlegt... warten, warten, warten... bis letztlich Zaccharia aus
Belgien den
Abend eröffnen sollten.
Aalglatter Emorock auf I
Scream Records, etwas verwunderlich diese Symbiose`
so waren I Scream doch eigentlich Vertreter der alten Schule und damit
haben
Zaccharia`sichtlich gar nichts am Hut. Metallica Riffs treffen aus
zumeist sehr
weinerlichen Gesang, gänzlich ohne Geschrei... alles in eine etwas
modernere Hülle
gepackt und als Emo?! verkauft. Interessant, aber dennoch
langweilig, wenn auch
musikalisch ambitioniert. Der Sound auf jeden fall besser als
erwartet... aber
trotzdem bei weitem nicht das Highlight des Abends.
Direkt danach The Juliana
Theory... die sich leider mittlerweile aufgelöst haben. Erinnert
mich ein wenig an die grandiosen Head Automatica, nur nicht ganz so auf
Tanzmusik
getrimmt. Hat mir persönlich sehr gut gefallen und war mal eine
Abwechslung zwischen
den ganzen Vertretern` die nur Faust in die Fresse kennen. Bis dato
leider völlig an mir
vorbeigegangen, aber sehr empfehlenswert!
Das war`s dann aber mit den
ruhigeren Tönen... es sollten Haste the Day folgen.
Melodischer Metalcore, mit 2 Sängern... sehr gut umgesetzt und sehr
melodisch.
Ich war auf jeden fall positiv überrascht, wenn auch nicht mehr
besonders innovativ`
aber definitiv eine der besseren Combos aus dem Genre derzeit!
Eine andere Sache, die mir
irgendwann aufgefallen ist... jede Band kaum länger als
eine halbe Stunde, das war neu... naja` dienstags abends und bei 5
Bands... eigentlich
nicht verwunderlich, aber normalerweise kenne ich das anders bei exHaus
Konzerten.
Diesmal abwechslungsreich und trotz der Anzahl an Bands` gut
strukturiert...
gutes Novum, bitte in Zukunft immer so...
Denn länger als eine halbe
Stunde Turmoil` wäre nicht klargegangen;) zuerst ein dummer
Spruch von Jon Gula, aber dann 30 Minuten Gaspedal, ohne jegliche
Kompromisse und
Gefangenen. Puhhhh, das hat schon ziemlich auf`s Trommelfell gedrückt
und wer gedacht
hat` Haste the Day machen harte Musik, der hat Turmoil
nicht gekannt. Hab die Jungs
bis dahin noch nicht live gesehen und das war beeindruckend. Bis auf
Zaccharia haben
mir zwar beide Bands davor wesentlich besser gefallen... aber Turmoil
waren die,
die das Inferno entfacht haben... absoluter Wahnsinn. Zudem mit neuem
Album am
Start, wobei mir die älteren Nummern schon eher zugesagt haben. Who
cares...
wiegesagt` zum Glück war`s nicht länger als ne halbe Stunde;)
Noch einmal kurze
Umbaupause, kurzer Blick auf die Uhr (5 vor 12... vielleicht sogar
früher;) und Most Precious Blood machten da weiter wo Turmoil
aufgehört haben.
Sehr imposant, das hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet... denn ich
hatte nie großes
Interesse an dem New Yorker Quintett und ich weiß noch nicht mal
warum. Ich muss
ehrlich zugeben, MPB sind eine der wenigen Bands` die es schaffen
oldschool HC
innovativ aussehen zu lassen, obwohl es ein Fehler wäre` das Ganze als
oldschool zu
bezeichnen. Punk und Metal Einflüsse haben gleichermaßen Anteil und
das Ergebnis...
drückt einfach! Ich werde mich in Zukunft wahrscheinlich weiterhin
nicht unbedingt für
die Musik interessieren, aber als live Band` gerne wieder... Hammer!!!
Leider war das
Publikum den ganzen Abend sehr limitiert und wirklich gemosht wurde
nicht... vereinzelt,
aber nach wie vor` bei dem Package?! Auch wenn es ein Wochentag
war...
keine Ahnung was da nicht geklappt hat...
text: frankie
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