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     >>> 15.04.2005: R(h)einkultur Nightshift .::. Bonn  

    Die/den Nightshift kennt man als Vorveranstaltung der R(h)einkultur, in der Regel einen Tag 
    vor dem eigentlichen Festival. Das war dieses Jahr etwas anders, das Prinzip wurde zwar 
    nicht verändert aber der Termin um ein paar Monate nach vorne verlegt... genau auf das 
    erste Wochenende des noch recht jungen Hochschulsemesters, sozusagen als zusätzliche 
    „Ersti-Fete“!  

    ... na warum nicht,... um kurz das Prozedere zu erläutern... die/der Nightshift läuft so ab: 
    man zahlt in irgendeiner Lokalität` die an der Veranstaltung teilnimmt Eintritt und kann sich 
    dann frei in jedes andere teilnehmende Lokal bewegen. Musikalische Vielfalt steht dabei an der
    Tagesordnung... also Electro bis Punkrock, ausser Dose oder live` da is für jeden was dabei! 

    Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube in etwa 10 Clubs/Kneipen lief Programm... 
    unser Augenmerk lag an diesem Abend hauptsächlich bei den musikalischen Bühnendarbietungen. 

    Erstmal „Days in Grief“ im Kult 41... gerade noch rechtzeitig hingekommen am Ende von der 
    Band davor, deren Namen ich leider vergessen hab. Naja, es war noch recht früh und die Jungs
    aus Köln waren auch schnell fertig, aber die Show` welche die Herren da abgezogen haben war
    wieder einmal beeindruckend. Neues Album kommt im Juni und davon wurde natürlich ein 
    gutes Pfund auf die Theke gelegt. Mann, mann, mann` bloß alles, nur nicht rückwärts! Zeit zum
    ausruhen sollte da nicht bleiben... das Kult 41 war angenehm gefüllt und das Bonn nicht weit 
    von Köln ist` konnte man anhand der Zuschauerresonanz sichtlich spüren, obwohl letztlich 
    doch nicht soooo viele Leute da waren, wie ich eigentlich erwartet hätte. 
    
    Naja, mir solls recht sein... danach machten wir uns auf den Weg zum Gangolf, wo die New 
    Metal Veteranen von einst` namentlich als Emil Bulls bekannt auch noch mal ihren Senf zum 
    besten geben wollten. Zu Fuß quer durch die Stadt, vorbei am BLA, wo sich an diesem 
    Abend die Punkrockgemeinde tummelte (Free Living Insanity und andere Punkrock Kapellen
    aus der erweiterten Region)! Tja, keine Zeit, keine Zeit... im Gangolf angekommen` durften wir
    dann noch den bezaubernden Goldkehlchen zweier Trunkenbolde lauschen, die sichtlich Spaß 
    beim „Jim Beam Rockkaraoke“ hatten und meine Geduld äußerst in Mitleidenschaft zogen. 

    Jungs, wenn ich euch noch mal auf der Straße sehen sollte... hahahaha;) nach ungefähr einer 
    Stunde und endlosem Soundcheck stiefelten die Bulls dann auf die Bühne und eins muss man 
    zugeben, es war laut` seeehhrrr laut! Aber wirklich begeistern wollte mich mich das nicht mehr. 
    Ich will ja nicht sagen, dass diese Band im Kollektiv untergegangen ist, der Nerv der Zeit liegt 
    jedoch woanders... auch wenn man sich versucht irgendwie anzupassen, alte Nummern etwas 
    anders zu spielen um in eine neue Schublade gesteckt zu werden` es wollte irgendwie nicht 
    klappen. Härte allein ist nicht entscheidend, vielleicht sieht man das weiter im Süden etwas 
    anders... aber wenn sich dadurch der ganze Sound auch nur ansatzweise verändert` bewegt 
    man sich doch langsam in die falsche Richtung. Die Melodien die einen einst begeistert oder 
    zumindest die Authentizität der Band getragen haben` sind auf einmal verschwunden... ersetzt 
    durch härtere Riffs, die zwar etwas mehr rocken, aber in der Gesamtheit untergehen. 

    Ne knappe halbe Stunde ging das gut, dann war`s einfach zuuu laut und wir entschlossen uns
    zur Studifete um die Ecke zu gehen und den/die Nighshift zu verlassen. War ja auch gar nicht 
    mal mehr so früh und obwohl wir nicht wirklich viel gesehen haben, doch ne sehr nette 
    Veranstaltung... auf jeden Fall ne gute Sache und die Idee das alles ein paar Monate 
    vorzuverlegen war auch alles andere als schlecht. Das macht Lust auf mehr, 
    wir werden ja sehen...;) 

    text: fabi