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     >>> 15.07.2004: Shai Hulud, defdump... .::. Trier - Mergener Hof 

    Wat, Mergener Hof? Wo is dat denn? Einmal kurz verlaufen' nen netten Taxifahrer nach dem 
    Weg gefragt und ne Wurst später kamen wir trotz eingebildeter Verspätung' überpünktlich an 
    besagter Lokalität an... ein schnuckeliges Jugendzentrum, dass haarscharf an die Innenstadt 
    angrenzt und mit einem langezogenen Kellergewölbe doch sehr an das EX Haus erinnert, wo 
    ja eigentlich das meiste' um nicht zu sagen fast alles an guten Konzerten in der ältesten Stadt 
    Deutschlands abgeht. 

    Tja, heute halt eben nicht, denn vier große Transportfahrzeuge präsentierten sich stolz im 
    Hofe des Hauses... einer aus Luxemburg, einer aus Deutschland, einer aus Belgien und einer 
    aus Tschechien (hähh?!)?! Nunja, Karten gab's für 10 euros und für vier Bands is das ja 
    wirklich mehr als akzeptabel... T-Shirts vom Headliner gab's für 5€'s mehr und weil mein 
    Mitfahrer unbedingt eins davon haben wollte' machten wir uns noch schnell auf den Weg um 
    die am weitesten entfernte Sparkasse zu suchen um dann festzustellen, dass man um da Geld 
    zu bekommen auch ne Karte in den Schlitz stecken muss... trotzdem war auf dem langen 
    Rückweg noch Zeit und Zuspruch für nen Kaffee' dachte man zumindest, denn als wir uns 
    wieder einfanden' standen unsere Lieblingsluxemburger von "defdump" schon auf der Bühne. 

    Nachwievor, ich hab selten eine Band gesehen, die mich so begeistert... ein Noise-Gewitter 
    der Extraklasse! das sich mit brandneuem Konzept' namens "Makeshift Polaris" präsentiert, 
    so nämlich der bezeichnende Titel der neuen defdump Scheibe, abgemixt von keinem 
    geringeren als Pelle Henricsson (hallöchen, wer kennt denn noch Refused?;) und schon 
    alleine die Tatsache, dass es relativ schwer werden könnte das gute Stück irgendwo hier im 
    Plattenladen zu finden' macht nen defdump Konzertbesuch zur Pflichtveranstaltung! 
    Dat glaubt man net, wenn man et net gesehen hat;) 

    Da "Llynch" im Anschluß unsere Anforderungen schwer befriedigen konnten, (wobei die 
    Jungenz garnichmal so schlecht waren' nur einfach irgendwie... langweilig) nutzten wir die Zeit 
    um unsere Luxemburg Connection weiter auszubauen und stolperten grade noch so zum Finale 
    von "Death before Disco" in den Keller... glücklicherweise, denn was die Belgier da so vom 
    Brett ließen' konnte sich zweifellos hören lassen, sehr gut sogar;) posthardcore mit vielen 
    melodischen Einflüssen, wie man das in letzter Zeit sehr oft hören kann, weil sehr mordern' 
    nur mit einem Unterschied... das hier kam live sehr fett rüber! 

    Wiegesagt, leider nur viel zu kurz, hätte gerne das ganze Set gesehen und danach fahren 
    können' da die Uhr auch schon 5vor12 zeigte. Höchste Zeit für' meine Damen und Herren' 
    richtig derben Hardcore und wenn jemand das kann, dann sind es Shai Hulud! Da werden 
    keine Kompromisse gemacht und da wurden auch keine Kompromisse gemacht. Die volle 
    Packung zu jeder Zeit, nich mal für ne Sekunde konnte man durchatmen' und wenn dann nur 
    sehr schwer. Immer härter, immer komplexer' mit einem Typ vorne am Mikrophon der wohl 
    einiges an Wut aufgestaut hatte und sich' wenn überhaupt' dann mal zum Sauerstoff saugen 
    ohne überschwenglich Energie zu versprühen benehmen wollte. Vielleicht liegt das dadran, 
    dass besagter Frontmann der einzigste ist (in der Band), der dem Fleischkonsum noch nicht 
    abgeschworen hat;) obwohl sich alle anderen auch ziemlich hyperaktiv bewegten und irgendwie
    wollte da keiner mehr aufhören, sodass wir kurz vor Ende entschieden das Haus zu verlassen, 
    denn da wollte wirklich keiner mehr aufhören und wir hatten ja schließlich noch ne laaaaange 
    Heimfahrt... die man allerdings mit dem Gefühl antreten konnte, mindestens 3 gute Bands 
    gesehen zu haben und was für die Völkerverständigung getan zu haben. Mahlzeit! 

    text: frankie