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     >>> 26.06.2001: Cortizone, Tool .::. Düsseldorf - Philippshalle

    Nach Erscheinen ihres Albums war es ja nur eine Frage der Zeit, bis man Tool auch hierzulande
    wieder live bewundern konnte. Natürlich ließen wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen, auch 
    wieder dabei zu sein. Zwar stand der gesamte Tag unter dem Motto „Stress total“, doch nichts 
    sollte uns aufhalten, abends in der Philippshalle Tool zu sehen.

    Als wir dann nach einem arbeitserdrückendem Tag und einer 2 stündigen Autofahrt endlich in 
    Düsseldorf ankamen war bereits klar, dass sich nicht gerade wenige Leute für dieses Konzert 
    interessierten. Die gesamten Parkflächen der Philippshalle schienen überfüllt.

    Umso erstaunender war es dann, dass wir, trotz Verspätung, direkt vor der Halle noch eine 
    Lücke fanden, um uns dort einzuquetschen. Als wir dann die Tür zur Halle erreichten, kamen 
    uns bereits die ersten vertrauten Töne entgegen... Tool hatten gerade begonnen. Und, obwohl 
    wir noch im Vorraum standen, konnte man die Power, das Volumen und die Intensität des 
    Sound bereits spüren. Dann gingen wir in die Halle und der erste Blick auf die Bühne löste 
    kurze Sprachlosigkeit und innere Begeisterung aus. Hammerhart! Neben einer megafetten 
    Lichtanlage, waren zwei Leinwände aufgebaut, auf denen man mehrere Kurzfilme im Stile der 
    alten Tool Videos (prisoner, etc.) bewundern konnte. Eine Wahnsinnsatmosphäre! 
    ...Gigantisch!

    Nachdem wir uns dann einen ziemlich geilen Platz gesichert hatten, war es ersteinmal an der 
    Zeit für eine weitere Luxuszigarette... (noch wahnsinnigere Atmosphäre!) 

    Tool spielten und ließen einem gar keine Chance aus dem Film in den sie einen einschlossen 
    wieder rauszukommen. Maynard blickte so gut wie garnicht ins Publikum, was jedoch aufgrund
    seiner perfekten Darbietung keinen Moment störte. In einem Set, dass bis in die Zeiten des 
    „Undertow“ Albums zurückreichte, wurde jeder Song perfekt und mitreissend dargeboten!
    ...allen voran Maynard! 

    Natürlich ist es Scheisse immer nur über den Sänger zu reden, doch es war einfach der Hammer, 
    wie Maynard sich mit den schwierigsten Melodien, den kompliziertesten Tonlagen in die Köpfe
    der Zuschauer einschlich! Dennoch sei an dieser Stelle noch einmal gesagt, dass Tool als Band
    der Hammer waren und jeder einzelne mehr als alles und noch mehr gab! 

    Was man auch an die Soundcrew weitergeben kann, die an diesem Abend alles gab, um dem
    Zuschauer zu zeigen, was es heißt, Tool live erleben zu dürfen. Als dann schließlich auch noch 
    „Reflection“, mein Lieblingssong der neuen Scheibe „Lateralus“ gespielt wurde und dieser live
    noch geiler kam als von Platte, war für mich klar, dass die Darbietung dieses Songs für mich 
    der absolute Höhepunkt dieses Konzerts war. 

    Irgendwann, als keiner mehr so recht wusste, wieviel Zeit denn inzwischen vergangen ist, 
    wurde es dunkel und bis auf den Gitarristen schien jeder bereits die Bühne verlassen zu haben. 
    Eine wunderschöne Melodie füllte die Halle und bewegte sich über die Köpfe aller Anwesenden

    hinweg...
Dann wurde es still, nur ein leises Pochen und die eigenartigsten Geräusche, die aus
    den Boxen
kamen hielten die Spannung. Keiner wusste so recht ob noch etwas kommen sollte,
    oder ob Tool ihren Film für den heutigen Abend beendeten.

    Die Spannung war groß.
    Die Leinwände begannen wieder zu flimmern.
    Alle starrten gespannt nach vorne und wollten wissen, was nun los ist.
    Nach ein paar Sekunden startete dann der Videoclip zu „Schism“ und ein Blick auf die Uhr ließ
    mich dazu kommen, dass dieses wohl das Ende des Konzerts bedeutete! 

    Ca. 80min. Spielzeit sollten bei dieser Intensität auch genügen. Also warteten wir noch kurz ab, 
    doch verließen dann auch die Halle, weil wir ziemlich fertig waren nd auch nicht unbedingt in 
    diesen „Jeder will als erster vom Parkplatz Stress“ geraten wollten. 
    Doch es sollte auch genug sein.

    Tool waren ein Erlebnis der Extraklasse und es war schön, dabei gewesen zu sein. Jeder der 
    Tool mag und noch nicht dazu kam, diese Band live zu erleben, der sollte dies schnellstmöglich 
    nachholen und die nächstbeste Gelegenheit greifen. Es ist einfach der Hammer!
    Zwar ist der Ticketpreis von 52,- DM recht happig, doch...
    Man gönnt sich ja sonst nichts!

    björn.