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     >>> 11.06.2005: Union Youth .::. München - Orangehouse 

    München – Deutschlands Metropole im Süden. 1,3 Millionen Einwohner und ein Union 
    Youth Konzert. Meine Annahme nach dem Erfolgsdebut von „The Royal Gene“ und dem 
    viel versprechenden Release des neuen Albums „The Boring Years“ – volles oder zumindest 
    gut gefülltes Haus (besser gesagt Orangehouse). Das Gegenteil war wirklich zu Unrecht der 
    Fall. Circa 35 Leute hatten sich an diesem Samstag nur im Feierwerk, teils zufällig verirrt, 
    zusammengefunden. Und die Laune der Band war dementsprechend gedrückt. 

    Mit einem zynischen „Hey…wie schön, dass ihr so viele Leute seid“ begrüßte Sänger Maze 
    die eher schüchterne „Crowd“, nachdem die gesamte Band zum für mich wiederholten Male 
    ihr Können und ihre Livequalitäten mit einem ihrer genialsten Songs „Everything is too short“ 
    unter Beweis gestellt hatten. Wirklich ein Jammer das dieser Band nicht mehr Aufmerksamkeit 
    und Ruhm zu Teil wird, obwohl die Jungs das Letztere eher verachten, als es sich energisch 
    zu wünschen. Trotzdem ist es verständlich, dass die Band nach guten Plattenverkäufen und 
    Lobeshymnen seitens der Kritik, angesichts solcher mieser Konzertbesucherzahlen, nicht 
    gerade zu Höhenflügen aufgelegt sind. 

    Trotz alledem entwickelte sich die Laune auf der Bühne und auch teilweise im Publikum, bei 
    einer Gruppe fünfzehnjähriger Hardcore-Fans, die zwar Band T-Shirts trugen, aber erhebliche
    Textschwierigkeiten hatten. Zur Musik muss man wirklich nicht viel sagen, außer das es wie
    schon auf Rheinkultur 03 und im Trierer Ex-Haus im gleichen Jahr, soundtechnisch perfekt war 
    und die Songs druckvoll und kräftig waren. Vom alten Album wurden die besten Kracher 
    gespielt („Everything too short“, „Planet of Pity“, „Inbreeding“, „Vanity Rock“ und „Fruits for 
    the Nation“) und vom neuen Album durfte neben der ersten Singleauskopplung „Sweet Song“ 
    auch die düstere melancholische Ballade „I would swear if I could“ nicht fehlen, die zu den 
    Highlights der Show gehörte. Einer meiner Lieblingssongs wurde aber leider zum wiederholten 
    Male nicht gespielt – „Strawberry“. Warum bloß? I don´t know“. Trotzdem, wenn beim 
    nächsten Konzert nicht mindestens zehnmal so viele Leute da sind...dann gibt’s was auf den 
    Deckel. Also los hin…die Jungs haben es wirklich verdient und Eure Ohren auch. 

    text: michi