frkmagazine        
                    
                   

   
   
      [Architecture in Helsinki - In Case we die]   V2 
“Architecture in Helsinki”… das hört sich eher nach eine finnischen Baukunstausstellung an, als nach einer Musikkappelle. Kein Wunder, dass diese Leuteaus Australien kommen... eher sollte man sagen, es handelt sich um 8 mehr oder wenige durchgeknallte Australier, die neben dem verdrehten Bandnamen auch verdrehte Musik machen. Man könnte sagen eine Mischung aus asiatischem und australischem Folk, Garage, Punk, Pop und Schwachsinn. Ja genau so... glaubt mir, ich bin genauso verwirrt wie die Typen selber. Man muss schon viel Offenherzigkeit mitbringen um sich für diese Band begeistern zu können, ob sich diese letztendlich lohnt` muss man allerdings selber entscheiden. Ich stehe der Sache noch etwas zwiespältig gegenüber, aber mein Interesse ist nach mehrmaligem Hören auf jeden Fall geweckt. 40 Freunde, Könner wie Dillettanten haben sich letztlich auf diesem Werk verewigt, egal mit welchem Potential... sei es ein Stück Pizza auf die Basedrum zu hauen (wie es so schön in der Presseinfo steht) oder mit einer handvoll Löffeln auf irgendetwas anderem herumzuklämpern. Wahrlich ein Tischfeuerwerk aus Popeffekten und absolut durchgeknallt... aber interessant;)   frankie

 

     [Blackmail - Aerial View]   City Slang 
Man mochte schon vermuten` dass Blackmail in der Versenkung verschwunden sind... aber wer so dachte, der täuscht. Nach dem Erfolgsalbum „Bliss Please“ ist es zwar stetig ruhiger geworden um die Band aus Koblenz,... teilweise widmete man sich auch mehr seinen Nebenprojekten (naja, vielleicht eher Singular, denn eigentlich kenn ich nur Scumbucket, wo Gittarist Carlos Ebelhäuser involviert ist)... trotzdem schüren sich auf diese Art und Weise schnell falsche Verdachtsmomente und das dem nicht so war oder ist beweisen Blackmail jetzt mit „Aerial View“! Der Vierer brachte schon damals frischen Wind in die deutsche Indie Szene und jetzt machen sie genau das mit ihrer eigenen Musik... nein nein, keine Neuerfindung, aber eine konstante Weiterentwicklung oder vielleicht eher Weiterführung. Man könnte fast meinen Blackmail wollen ein neues Kapitel schreiben, das zwar an die vorherigen anknüpft` aber doch mehr unerkundete Räume erschließt. Im Vergleich zu den Vorgängern ist„Aerial View“ fast schon Garage... grob und ungeschliffen, was eigentlich nicht sein kann` denn wer die Band kennt, kennt auch die songschreiberischen Fähigkeiten. Also wie kann man Perfektionismus verändern, dass er nicht mehr nach Perfektionismus klingt... ehrlich gesagt, keine Ahnung! Wie kann man vertrackt, aber gleichzeitig aufgeschlossen und melodisch klingen?! Zuviele Fragen, die man an der Stelle eigentlich nicht weiter beantworten kann... nur eins steht fest, Blackmail melden sich zurück!   frankie

 

     [Culm - The Red Card EP]   Eigenproduktion 
Wieder eine neue Culm Relase, keine Ahnung` die wievielte das jetzt in diesem Jahr schon war... unglaublich ehrgeizig der Vierer aus Rheine. Okay, es ist auch von Vorteil` wenn der eigene Schlagzeuger Studiobesitzer ist, zumindest vermute ich das nach meinen Recherchen. Bewundernswert finde ich den Enthusiasmus mit dem die Jungs hinter ihrer Musik stehen und das nach jeder Veröffentlichung` die bei uns ankam, eine stetige Weiterentwicklung zu erkennen war oder besser gesagt ist. Selber vergleicht man sich mit Bands wie AM THAWN, die meines Wissens auch aus Rheine kommen oder den Robocops. Es lassen sich auf jeden Fall zu beiden Bands Verbindungen herstellen, wenn auch Culm aber trotzdem versuchen ihre eigene Linie zu finden und auf dem besten Wege dazu sind, wenn sie es nicht schon geschafft haben. Schöner, emotionaler, teilweise sogar tanzbarer Indie Rock! Wer was mit den beiden anderen genannten Bands anfangen kann, kann dies bestimmt auch mit Culm... sehr empfehlenswert!   frankie

 

     [October File - Monuments]   Golf 
Nach der im Oktober 2004 veröffentlichten debut EP der Briten folgt jetzt der Langspieler, der mit 6 Songs jedoch auch nur sehr dürftig ausgestattet ist. Immerhin doppelt so viele Titel, wie auf „How to lose Friends ans Aliante People“! Könnte daran liegen, dass October File keine Kompromisse machen... mit Vollgas nach Vorne lautet die Devise und das wirklich durchweg. Musikalische Vergleiche mit Killing Joke, Big Black und Boy Sets Fire kann ich nur hinlänglich bestätigen. Mich erinnert „Monuments“ ein mehr an das Dave Grohl Metal Projekt „Probot“, allerdings verarbeiten October File wesentlich mehr Einflüsse in ihrem Sound... Metal, Hardcore und eine Brise Punk. Gewaltige Riffwände aus streckenweise etwas monoton gestalteten Melodien halten eine durchweg düstere Stimmung... klingt einseitig, ist es auch irgendwie. Ein bisschen mehr Abwechslung würde sicher nicht schaden... aber gerade diese Monotonie bringt es auf den Punkt... keine Kompromisse eben, eher brachiale Gewalt... und durchaus eigenständig, aber wirklich überzeugen kann mich das leider nicht. Von „Monuments“ hatte ich mir mehr erwartet... äußerst schade!   frankie

 

     [Rise and Fall - Into Oblivion]   Reflections 
Sehr monoton und frosch gehen Rise and Fall aus Gent (Belgien) zur Sache. Selbst bezeichnet man das was man macht als Punkmetal. Nunja, Punkriffs auf Stonerrock getrimmt... mit einer intensiven Kehlkopfstimme ausgelegt. Teilweise mit oldschool Charakter, der New Yorker und Cleavland Schule. Sehr, sehr wuchtig, aber wiegesagt` auch sehr monoton... nur selten versucht man mit Tempo und Melodiewechseln ein bisschen Abwechslung in das Geschehen zu bringen. Nicht die Stimme klingt monoton, sondern eher die Riffs... dennoch fährt man damit gut, eigentlich mitten in die Fresse. Zudem ultrafett produziert, seinerseits von Kurt Ballou... und DAS hört man. „Into Oblivion“ hat viel Potential, aber es mangelt wirklich an Abwechslungsreichtum... leider!   frankie

 

     [Since by Man - Pictures from...]   Revelation
Wie man so schön sagt… gut Ding will manchmal Weile haben. Manchmal mehr, manchmal weniger, in dem Fall grade mal ein knappes Jahr... zu allem Überfluss ein Album` auf das ich eigentlich nicht gewartet habe, denn mein Interesse zeigte sich erst mit der anstehenden Veröffentlichung. Since by Man sind vorher fast belanglos an mir vorbeigegangen... Fehler! Denn hier handelt sich um eine der besten Postcore, Screamo Bands derzeit... und genau mit dieser explosiven Mixtur zündet man „Pictures from the...“... absolut überzogen was da abgeliefert wird, ein Feuerwerk aus Groove, Schrägness und Noisecore. Schnell, wütend, atemberaubend! Keine leichte Kost, dafür muss man schon aufgeschlossen sein um überhaupt alle Finessen entdecken zu können, was sowieso unmöglich ist. Since by Man orientieren sich zwar an anderen Bands, wie besipielsweise Converge, Botch oder Dillinger Escape Plan... aber das ist absolut eigenständig! Man darf die Hände heben...   frankie