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      [Biderben - Out of the Lies]   Black Lotus 
Gehen wir zurück in das Jahr 1999, das Geburtsjahr von Biderben… damals noch als Punkrock Coverband. Kurze Zeit später entschied man sich jedoch eigene Songs zu schreiben und den Anspruch zu heben. Schließlich veröffentlichten die Jungs drei Jahre später ihre erste eigene Demo CD... und jetzt ihr Debut Album auf Black Lotus Records. Was dazwischen passiert ist weiß keiner so genau, aber wenn man „Out of the Lies“ hört` weill man das gar nicht mehr wissen. Punkrock, Ska und New Metal Einflüsse sollen die 4 Kerle vom Mittelmeer in ihrem Sound vereinen... ja klar, aber genauso ist es. Hört sich komisch an, irgendwie tut es das auch wirklich, aber die 12 Songs sprechen für sich. Natürlich am meisten Punkrock beeinflusst, gute Laune Musik... durchsetzt mit Ska, Rock und New Metaleinflüssen, was der ganzen Sache eine erfrischende Brise an Abwechslung beschert. Gelegentlich wird auch mal in der Muttersprache gesungen (italienisch) und mit den stilüberschreitenden Melodie-und Gesangswechseln machen die Jungs ihren Sound wirklich interessant. Haut nicht vom Hocker, kann man aber sehr gut anhören... eine mehr als gute Alternative  zu allen Fat Wreck Fun Punk Bands!   frankie

 

     [Boy Omega - The Black Tango]   Riptide 
Boy Omega aka Gustafsson bringt mit Black Tango sein zweites Album an die Öffentlichkeit. Dieses besticht vorneweg mit äußerst zerbrechlicher Emotionalität... nicht verwunderlich` wenn man die Beweggründe kennt, die hinter dem Ganzen stehen. Thematisch dreht sich alles um das Ende einer langjährigen Beziehung und alle damit verbundenen Emotionen, Neurosen, Gefühle und Geschicke. All das nahezu perfekt in Tönen umgesetzt... äußerst melancholisch und schon mal gar nichts um gegen eine bereits existente Depression anzukämpfen... aber trotzdem: einfach gute Musik. Ich glaube Bright Eyes und Tiger Lou sind ganz gute Assoziationen, aber Boy Omega sticht noch weiter... ins Herz und gibt seiner Liebe, Angst und Gefühlen... aber am meisten seiner Verzweiflung Ausdruck! So scheint es zumindest, aber wie oft täuscht der erste Eindruck... Black Tango zeigt nicht nur das Ende, sondern auch den Neuanfang, das schöpfen neuer Hoffnung, neuen Lebens! Musik ist immer ein Spiegel des Lebens, mehr noch` der eigenen Seele... so sollte es zumindest sein` wenn man diese ernsthaft betreibt... auf jeden fall das was bei Boy Omega rüberkommt` wirkt absolut ehrlich und überzeugend... thematisch und musikalisch... tolles Album!   frankie 

 

     [Good Clean Fun - Between Christian Rock...]   Reflections 
Ich kann mir nicht helfen, aber ich bin nicht in der Lage nach der Frage über die Notwendigkeit dieser Band auch nur ein einziges positives Wort zu verlieren. Ich kann die Typen nicht ernst nehmen, ich kann die Musik nicht ernst nehmen... was man vielleicht auch nicht sollte, denn Good Clean Fun tuen dies nach diversen und eigenen Aussagen „hoffentlich“ auch nicht! Nach der Wiedervereinigung im Jahre 2004 hat man auf jeden fall wieder genügend Blut geleckt... ähhh, entschuldigung... „Soja“!!! um sich wieder als semi professionelle Musiker zu versuchen. Dabei ist das was die Typen machen zweifellos gut, geht mir aber ziemlich am Arsch vorbei... 12 nette Songs, über die Texte kann man lachen...  musikalisch ist das eine Mischung aus Fun Punk und alter Schule aus D.C. ... wirklich ganz nett, aber mehr als langweilig! Wer drauf abfährt, wird auch weiter drauf abfahren... und wer das nicht tut, wird wohl in der Hölle schmoren...  als Entertainment Clowns sind Mr. Izza und Co aber ganz großes Kino!;)   frankie

 

     [Jason Collett - Idols of Exile]   Arts&Crafts 
Dieses Singer and Songwriter Ding scheint ja momentan so in Mode zu sein, dass ich mir am liebsten auch einfach ne Gitarre schnappen und loslegen möchte... über die Ambitionen kann man ja später nachdenken;) Jason Collett hat auf jeden fall Ambitionen... macht vielleicht nicht ALLES alleine, aber größtenteils und trifft damit genau den Nerv der Zeit... dabei ist dieses Singer/Songwriter Ding wohl älter als alles andere und Herr Collett auch. Hmhm, entschuldigung... sagen wir es anders... er ist mit seinen 38 Jahren weder neu, noch jung` noch alt;) man verzeihe es mir, aber vielleicht zuuu alt um großartig zu experimentieren... was jedoch nicht gleich negativ ausgelegt werden muss, denn Stimme und Gitarre reichen bei manchen Leuten zu überzeugen und genau diese beiden Sachen hat dieser weder alte noch junge Typ. Eine Mischung aus Folk, Rock, Pop, Indie, Country und diesem Jason Collett selber eben. Im Endeffekt sind das 12 Songs, die man am liebsten mitsummen möchte und auch wenn diese kurzzeitiges Nasenrümpfen hervorrufen` ertappt man sich bei längerem Hören dabei, wie der Fuß den slow tempo beat mittippt;) manchmal melancholisch, aber immer ruhig und abgeklärt... Jason Collett ist zwar kein neuer Bob Dylan, aber zweifellos ein verdammt guter Musiker!   frankie 

 

     [Pink Mountaintops - Axis of Evol]   Cityslang 
Die Black Mountain Army reitet wieder! Das ist toll, allerdings weiß ich noch nicht mal wer das ist… auf jeden Fall ist Stephen Mcbean der Anführer dieser Truppe und die Pink Mountaintops sind… ähhh, Stephen Mcbean;) dieser Kerl ist sowas wie ein ständig notgeiler Egomane… könnte man meinen, denn das erste Album der Mountaintops (besser gesagt: Soloprojekt) war ein Konzeptalbum mit einem einzigen Thema: ficken! Herzlichen Glückwunsch... einmal den Ruf gehabt, Pech gehabt;) auf „Axis of Evol“ beweist Mr. Mcbean auf jeden fall, dass er noch andere Dinge ausser frivolem Geschlechtsverkehr besingen kann, obwohl rein lyrisch immer noch genügend Anspielungen vorhanden sind. Nein, nein... mit „Slaves“ ist sogar ein durchaus politisch motivierter Song auf der Platte zu finden... welche ganz nebenbei absoluter Hammer ist! Und obwohl sich die 7 Stücke auf den ersten Blick rein äußerlich kaum ähneln` liegen die Gemeinsamkeiten auf der Hand... nein, im Ohr... Blues, Rock, Anarchie... das ist Punk!!! Die erste Nummer fällt allerdings in der Tat ein wenig aus der Reihe... das extrovertiert, limitierte „Comas“... nunja, Songwriter können sich so was nun mal erlauben... der Rest ist Hammer! Ich geh mir jetz erst mal`n paar LSD Trips besorgen, warte bis es Sommer wird und setz mich mit den Pink Mountaintops auf ne Wiese...da kommt man bei der Musik wohl oder übel nicht drumrum;)   frankie 

 

     [Some Girls - Heaven`s Pregnant Teens]   Epitaph 
Wes Eisold und seine überaus gewaltbereiten Mädchen melden sich zurück... ich hab den Eindruck noch viel energiegeladener und wütender als vorher. Meine Playlist zeigt 99 Songs ... ob das nun beabsichtigt ist um die Pressevertreter von einer illegalen, vorzeitigen Vertreibung im Internet abzuschrecken oder wirklich Tatsache... ich kann es nicht sagen. Auf jeden Fall dauert kein Song länger als 2 Minuten, ähhh` wer hätte auch was anderes erwartet. Fakt ist: in 2 Minuten kann man nicht sehr viele Gefangene machen... also heißt die Devise` kompromisslos in die Fresse und durchweg auf die 12! Wer hätte denn auch was anderes erwartet?!;) ob das nun besser als der Vorgänger ist` kann ich allerdings wirklich nicht beurteilen. Es ist schwer hinter diese so simpel gestrickte Komplexität zu steigen... eine Welt aus Aggression, Neurosen und roher Gewalt! Wenn sich diese Band anmaßen würde eine der härtesten und schnellsten HC Combos heutiger Zeit zu sein, wäre das noch nicht mal anmaßend... das ist Tatsache... ganz harter Scheiss!!! Mit Religion II ist sogar ein Song dabei, der mehr an alte GutG Zeiten erinnert... Give up the Ghost is dead, lang leben die Some Girls! Ich brauch jetzt erst mal nen Tag Ruhe ;)   frankie 

 

     [The Most Serene Republic - Underwater...]   Arts&Crafts  
Hier werden die neuen Götter der Indie Electro Szene angepriesen… hmhm, um das mal in Worte zu fassen: “…sogar so Freaks wie Animal Collective sind dagegen verkrampfte Langweiler, Flaming Lips eine Altherrentorte, Belle & Sebastian einfach nur noch Marianne und Michael, Arcade Fire ein Strohfeuer...“ Nunja, da lehnt sich jemand ganz schön weit aus dem Fenster. Ich weiß leider noch nicht mal ob diese Assoziationen alle überhaupt stimmen, da ich grade mal die Hälfte oben erwähnter Bands kenne. Ist das nicht sowieso egal?! Wenn man sich darum bemüht besser als irgendwer anders zu sein` bringt einen das auch nicht weiter und ich denke mal nicht, dass sich The Most Serene Republic so überheblich sehen... ich hoffe zumindest nicht! Denn rein musikalisch können die grade erwachsen gewordenen Teenager (6 an der Zahl und kaum älter als 20) aus Toronto durchaus überzeugen. Zudem das erste Signing auf Art&Crafts in das kein Broken Social Scene Mitglied involviert ist;) man mag es kaum glauben, schon gar nicht wenn man versucht die Stilrichtungen zu zählen` die sich in „Underwater Cinematographer“ befinden... so sind Assoziationen zu den Flaming Lips durchaus gerechtfertigt, vielleicht auch noch Built to Spill oder Modest Mouse... aber ich kann mir nicht vorstellen, dass da nicht jemand von der Broken Social Scene seine Finger irgendwie im Spiel gehabt haben soll;) Electro Sounds treffen auf Piano, melancholisch verzerrten Gesang` ab und an spielen auch mal solche gewöhnlichen Instrumente wie Gitarre, Bass und Schlagzeug alleine... und dann naja, kommt wieder irgendwas... irgendwas anderes, ganz nach dem Motto: wie kann so viel wie möglich in einen Song packen. Manchmal ist das zuviel und leichte Kost sowieso schon mal gar nicht! Aber ich muss in Nachhinein sagen, hier kann man ruhig überheblich werden;)   frankie