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      [Betzefer - Down Low]   Roadrunner 
Die Geschichte beginnt in Tel Aviv, Israel… bitte??!;) Nein, keine Typen die durch die Wüste wandern oder so, aber irgendwas verursacht trotzdem im ersten Moment Stirnrunzeln. Nunja, das ein kleines Land im Nahen Osten nicht wirklich viele nahmhafte Metal Combos hervorgebracht hat` dürfte bisweilen eine hinlängliche Tatsache sein... aber genau das wollen Betzfer aus der Welt schaffen! „Donnernde Doublabass, flirrende Metal`n`Roll Riffs und ein Sänger, der das Mikro aufzufressen scheint... willkommen in der harschen Welt von Betzfer!“ so steht es zumindest im Infobrief, aber schon der Opener „Early Grave“ scheint die Aussage zu bestätigen. Rohe, brachiale Gesangslinien, treffen auf typische Metal Mosh Riffs... im Hintergrund hört man das Drumset donnern und gelegentlich wird das Schlachtfest von etwas eingängiger wirkenden Rock`n`Roll Parts abgebremst, aber definitv nicht abgebrochen!;))) Straight ahead und mitten in die Fresse rein... das ist keine warme Mahlzeit sondern Rohkost... und zwar vom feinsten!;) Obwohl man zweifellos viele Einflüsse der Israelis raushören kann (Slayer, Sepultura, Metallica...) ist „Down Low“ ein sehr gelungenes und recht eigenständiges Debut! Brutalst zu empfehlen!!!;)   frankie 

 

     [Culm - The tin Box]  
Is noch garnich mal so lange her, als die Jungs uns ihre EP geschickt haben und siehe da… kurze Zeit später kommt der selbstproduzierte Longplayer, allerdings wieder aufgenommen im Tanzteestudio und ner ganzen Menge neuer Songs. Die Jungs haben mich ja damals schon recht begeistert und jetzt fast noch mehr, obwohl sich ne ganze Menge verändert hat... rein musikalisch tendiert man jetzt sogar in ne komplett ganz andere Richtung, weg von diesem Emo Ding und mehr so Garagenstyle like Lack, A.M. Thawn oder so, das passt... das passt sehr gut sogar. Man könnte fast sogar sagen Indie Rock, halt nur noch ne kleine Spur härter;) gefällt mir echt sehr gut! Auch produktionstechnisch hab ich den Eindruck, dass sich da ne ganze Menge getan hat... obwohl sich an der Studiowahl nix geändert hat. Der Sound ist recht rauh gehalten und damit kommen die Arrangements perfekt zur Geltung. Sehr, sehr gelungenes Album und passend zum Namen stilecht in ner Metallbox... checkt mal www.culm.de , das könnte sich lohnen!   frankie 

 

     [Darkest Hour - Undoing Ruin]   Victory 
Ich denke mittlerweile dürfte es fast schon eine Beledigung sein` Darkest Hour noch als Metalcore Geheimtipp zu handeln... muss man die Band aus Wahsington D.C. eher zu einer DER Größen im Gewerbe zählen und mit „Undoing Ruin“ wird jetzt zwar nicht unbedingt ein neuer Meilenstein gesetzt, aber dennoch ein gewaltiges Album auf den Markt geschmissen... mit dem sich einige Leute erst mal messen müssen. „Undoing Ruin“ zeugt wirklich „wie die großen Jungs es machen“ haha... derbe Gitarrenwände, die sich rein musikalisch quer durch die komplette Metalwelt preschen... vielleicht sogar etwas eingängiger als auf den Vorgängern und immer perfekt untermalt von der Rotzstimme von John Henry, der diesmal auch einige sehr geile Hooks im Gepäck hat, jaja melodisch;) maaaannnn, das kommt stellenweise so was von gewaltig und mit Devin Townsend hat man auch jemand gefunden, der soundtechnisch nahezu alles bis ins kleinste Detail perfekt mit der Band umgesetzt hat. Definitiv haben Darkest Hour auf „Undoing Ruin“ mehr Exprimente gewagt, falls man das überhaupt so bezeichnen kann` nicht unbedingt der richtige Ausdruck... aber man merkt zweifellos an was die Jungs gearbeitet haben und das Ergebnis schlägt einem wahrlich ins Gesicht oder auf die Ohren, wie man will!;) Das vorliegende Platte wohl eine der am meist erwartetesten Metal Core Veröffentlichungen des Jahres ist, muss man nicht wirklich mehr erwähnen... aber das Darkest Hour die Ewartungen erfüllt haben` vielleicht doch noch;)   frankie 

 

     [Days in Grief - Behind the curtain...]   eatthebeat/Roadrunner
Nach ihrem Debutalbum " Portrait of beauty " melden sich days in grief bereits ein Jahr später mit ihrem zweiten full-lenght Album " Behind the curtain of a modern tomorrow " zurück. Dabei waren meine persönlichen Erwartungen an die Platte sehr hoch , nachdem Ich zwischenzeitlich einige Konzerte der vier Kölner besucht hatte ; und ich muss sagen die Platte hat nicht nur meine Erwartungen erfüllt , sondern übertroffen. Vor allem die Produktion ! So hat man es geschafft durch eine nahezu perfekte Produktion im Woodhouse Studio Hagen den Druck den DIG live rüberbringen in den CD-Player zu pressen. Dynamik , Arrangement unjd Lyriks wurden noch weiter ausgepfeilt als beim Vorgänger , sodass der Gesamtsound noch runder und druckvoller rüberkommt. Neben zweistimmigen Gitarrenläufen , drückenden powerchords , einem überdurchschnittlichem Schlagzeuger und treibenden sing-along Refrains , fließt hier der der Übergang zwischen Punk, Hardcore und Metal zusammen. Besonders der Gesang wurde noch ein ganzes Stück verbessert , wobei hier neben Sänger/Bassist Jörg Ahrens auch Gitarrist Blaschke einzelne Teile übernimmt , sodass sich die Zusammenarbeit mit Producer Siggi Bemm und Vocals coach Jeff Collier spätestens hier bezahlt gemacht hat. Herausragende Songs sind für mich neben dem dem Opener "when backhanded thoughts carry the weight " , "breathe" ( was einigen schon von der Homepage der Band bekannt sein sollte ),"Intellect is blind","kill the music","the lights go out the curtain falls" und dem live schon bekannterem "Jihad" Für mich ist "Behind the curtain of a modern tomorrow" jetzt schon die Platte des Jahres , egal was da noch kommen mag..
stay tuned .   fabi 

 

     [Hangface - Freakshow]   K-Entertainment
Hangface sind eine Heavy Rockband und kommen aus Schweden. „Freakshow“ ist das angeblich so fulimante debut der 5 Nordlichter. Produziert von Eddie Kramer (KISS, Led Zeppelin usw.), das soll ja schon mal was heißen... zumindest gibt das schon mal Aufschluß wie das Ganze klingen könnte. Viel Oldschool Rock, wie schon o.g. Sabbath, Judas Priest und Pearl Jam als etwas modernerer Einfluss... dabei klingt Sänger Bjornar teilweise stark nach Ozzy, nur nicht ganz so heulig und etwas straighter. Titel Nummer 3 auf Freakshow („Down“) kennt man auch... moment mal, ist das nicht sogar ein Cover??? Naja, also wer auf etwas härteren Glam Rock steht, der wird mit Hangface sicherlich was anfangen können... klingt auch nicht uninteressant, ist aber bei weitem nichts Neues!   frankie 

 

     [John Q Public - s/t] 
Vor ein paar Jahren waren John Q Public noch unter anderem Synonym unterwegs… “A Massive Maybe” wenn ich mich recht erinnere... ob sich mit Namneswechsel auch musikalisch viel geändert hat` kann ich leider nicht mehr beurteilen. Auf jeden Fall gehen John Q Public nicht unbedingt in der harten Rockliga auf Torejagd... die 7 Songs kommen sehr „smooth“ daher, mit viel Pop Appeal... ruhig und gelassen, treibend! Musikalisch sehr versiert, auf den Punkt gebracht... teilweise sehr vertrackt, geheimnisvoll... nicht wirklich düster, aber sehr sphärisch! Frontmann Jan Kretzer legt bei der stimmlichen Ausmalung hörbar großen Wert auf Melodik... so legen sich die Harmonien wie Federn auf die teils härter anmutenden, aber bevorzugt experimentellen, sehr eingängigen Riffs. Ich persönlich vermisse ein wenig Abwechslung, obwohl sich die Songs untereinander nicht sehr ähneln, aber rein oberflächlich kann man in fast jeder Nummer die gleiche Systematik erkennen... ein wirklicher Stimmungswechsel erfolgt nämlich nie, sodass man manchmal etwas zuuu unberührt` teils melancholisch abdriftet. Die stimmlichen „Ausbrüche“ bei den härteren und lauteren Gitarrenparts könnten etwas gewaltiger, präsenter kommen` das könnte unter Umständen zwar den Ausdruck verändern, würde die ganze Sache aber etwas auflockern... ansonsten gibt`s nichts zu meckern, ganz im Gegenteil. Sehr, sehr gute Indie Rock Band!!! www.johnqpublic.de  frankie 

 

     [Truckfighters - Gravity X]   Fuzzoramarecords/Soulfood
Yo Mann, die Truckfighters machen FUZZ ROCK... FUUUUZZZZ ROCK, Mann!;) Ist das so was wie Desert Rock... mhhh, keine Ahnung, hört sich oberflächlich auf jeden Fall so an.. Fu Manchu, Kyuss... hat von beiden was... kommt aber bei weitem nicht mit soviel Arschtritt rüber, was hauptsächlich an der Stimme liegt. Kennt noch jemand Mustasch, jaja genau... die hatten Arschtritt Charakter, aber musikalisch tendiert das mehr oder weniger in die gleiche Richtung und kommt auch aus Skandinavien. Sehr viele reine Instrumental Parts, absolut treibend, das kommt schon sehr geil... und die zweite Nummer (Gargarismo) auf „Gravity X“ stellt den Opener (Desert Cruiser) schon mal bei weitem in den Schatten... weniger Vocals, zumindest legen sich diese wesentlich besser auf die Musik und desto mehr man davon hört, umso mehr Interesse wird kriegt man in die Ohren gestopft und die ersten Befürchtungen werden direkt wiederlegt. Kein langweiliger Langhaarrock, endlich mal wieder richtige Mucke zum Auto fahren, durch die Gegend cruisen, blablabla... absolut geil! Wiegesagt, der Härtegrad ist zwar etwas zurückgeschraubt, aber die Attitüde stimmt und die Truckfighters rocken was das Zeug hält... nur nach vorne, nicht zurück! „Gravity X“ meine Damen und Herren, das sind fast 70! Minuten echter schwedischer FUZZ ROCK!;) Haha, wahrlich keine Neuerfindung, aber es rockt... es roooockt!!!   frankie 

 

     [Tsunami Bomb - Live at the Glass House]   Kung Fu  
Ui das is ja ne DVD!? Diese Tatsache viel mir erst auf, als sich grade das DVD Programm von meinem Comp meldete und der CD Player vorher auf Streitposten ging;) ja, was soll man sagen?! „Live at the Glass House“, das ist 19 mal hintereinander Tsunami Bomb im Glashaus, ähhh ja... mit ner guten Kamera aufgenommen und auf DVD gepresst. Die Aufnahmen stammen von der „Definitive Act“ Tour, passend zum letzten Album... so findet man bevorzugt auch nur Tracks davon, als nicht nur... aber bevorzugt;) und kann sich davon überzeugen was für eine dynamische live Band Tusanmi Bomb sind, denn das kommt auf der visuellen Scheibe ziemlich gut rüber! Als Bonus gibt`s noch ein Extra Video zu „Dawn on a Funeral Day“, jedemenge Tour Footage und ein paar Band Kommentare. Für Fans auf jeden Fall ne gute Sache und wer sonst noch auf etwas härteren, melodiösen Punkrock mit Frauenstimme steht...   frankie 

 

      [Union Youth - The Boring Years]   eatthebeat/Roadrunner 
Endlich ist es vollbracht. Nach 3-jähriger Durststrecke und mächtig viel Ärger mit Produzenten, Labeln und Finanzen haben es Maze, Bowy, Nosse und Orion doch noch geschafft die Musiklandschaft mit einem neuen Werk zu beglücken. „The boring Years“ könnte ja vermeintlich eine Anspielung auf diese ungewollt lange Auszeit sein. Aber das sind nur leere Vermutungen. Zur Platte. Nach „The Royal Gene“ und dem damit verbundenem Hype um Union Youth waren die Erwartungen bei Fans und Kritikern gleichsam hoch gesetzt. Und nach mehrmaligem Hören kann ich nur mit halb offenem Mund sagen, dass sich die lange Wartezeit gelohnt hat und das der Grunge immer noch nicht tot ist. Was die 4 Rheinländer da wieder auf die Beine gestellt haben sucht nicht nur im deutschen Business einen würdigen Vergleich. Zwar ist „The boring years“ nicht mit „The royal gene“ zu vergleichen, aber es ist eine logische Fortsetzung und eine Weiterentwicklung dessen. Unkompliziert und schnell beginnt die Platte mit „Yeah“ und dem kernigen „About this ride“. Beide überzeugen durch ihre eingängigen Rhythmen und Arrangements, die mit Breaks und dramatischen Aufbauten glänzen. „Sweet Song“, die erste Singleauskopplung, klingt fast charttauglich und fröhlich. Mit „Back in the Sun“ wird es stimmlich und instrumental erstmal ruhiger und die düstere und starke Beinahe-Ballade „I would swear if I could“ zeigt, dass Union Youth auch im leisen druckvoll und ausdrucksstark wirken. Danach geht es aber wieder psychedelischer zu und der Hörer bekommt mit „Request“ und „Chinahead“ wieder, auch wenn das die 4 Jungs gar nicht gerne hören, leichte bis schwere Nirvana-Assoziationen in den Sinn. Doch ist es meiner Meinung nicht Mazes Schuld, dass seine Stimme teilweise des frühen Cobains ähnelt. Den Schluss der Platte bildet mit „Straight and Narrow“ ein Stück, das energiegeladen und aggressiv zum sofortigen Replay der ganzen Scheibe zwingt. Also wirklich…wer da nicht schwach wird hat von Rockmusik keine Ahnung! Zehn von Zehn. Übrigens kann ich nur empfehlen Union Youth live zu erleben. Momentan mit einigen Deutschlandterminen…unter Tourdates…   michi 

 

     [Useless ID - Redemption]   Kung Fu 
Und schon die zweite Combo aus Israel diesen Monat... diesmal allerdings etwas melodischer und nicht ganz so hart. Kung Fu und Melopunk Fans muss man Useless ID ja wahrscheinlich nicht mehr vorstellen... für alle anderen: die Jungs kommen aus Israel (sofern ich mich richtig erinnere) und machen recht melodischen Punkrock... like No Use once did nur mit ein wenig mehr Spaßfaktor. So schmuggelt sich auf „Redemption“ schon mal das ein oder andere Ska Riff mit ein oder dieser gewisse Collegeband Appeal: Paar Jungs stehn auf ner Bühne, mit Dauergrinsen, schleudern ihre Gitarren etwas rum und von unten kreischen die Mädels... so sollte man das bildlich verstehen... oder auch nicht;) neee, jetzt mal ohne Witz... mir scheint als wären Useless ID etwas in der Zeit stehengeblieben, „Redemption“ erinnert mich nämlich sehr an ne No Use Scheibe, rein von den Melodien her und so... allerdings lockern die Jungs das gelegentlich etwas auf und wechseln mal das Tempo oder die Stimmlage, fallen jedoch immer wieder in dieses Schema zurück, das alles andere als eigenständig oder interessant ist. Irgendwie schade, denn stellenweise kommen die Qualitäten der Band wirklich zur Geltung... genau dann, wenn man sich nicht wie eine andere Band anhört und das ist eher selten.   frankie