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      [Aiden - Nightmare Anatomy]   Victory 
Die Stylo Rocker von Aiden legen mit “Nightmare Anatomy” ihr Longplayer debüt auf Victory vor. Anscheinend hat man sehr drauf gewartet, denn die Band hat es in sehr kurzer vom absoluten Underground Act zum endlos gefeierten Newcomer geschafft. Ausschlaggebend dafür war sicher nicht nur die letztjährige UK Tour mit den Kollegen von Silverstein, die man angeblich schon damals an die Wand gespielt hat... zumindest beinahe;) aber ich kann es mir vorstellen, denn AIDEN kommen eine gute Spur frischer daher, als alle andere Emorock/Emocore Formationen auf Victory... auf jeden fall... etwas anders. Weniger Geschrei als man eigentlich gewohnt ist, viel Punk Attitüde, viel Melodie und auch viel Herzschmerz. Jaja, muss halt sein... erinnert mich stellenweise sogar ein bisschen an Good Charlotte (eher rein äußerlich;), aber die rocken nicht, AIDEN rocken! Und das beweisen sie auf „Nightmare Anatomy“... also, wer nicht auf überzogen melancholisches emo Geplänkel steht, eher auf punkige und schnellere Töne` ist bei AIDEN an der richtigen Adresse!   frankie 

 

     [Bouncing Souls - Live at the Glasshouse DVD]   Kung Fu 
Zu der Band muss man wohl nicht mehr viel erzählen… oder doch?! Nein, muss man nicht;) New Jersey`s finest are back on track und haben jetzt ne DVD im Glass House aufgenommen. Scheint momentan Gang und Gebe bei Kung Fu zu sein, denn es ist noch gar nicht solange her` als uns jemand Tsunami Bomb in selbiger Location auf Video gebracht hat. Aber was gibt es hier zu kritisieren... nichts! Eine perfekt aufgenommene DVD, mit einer der geilsten melopunk Bands der 90er... fulminant, druckvoll, schnell, ansteckend... Bouncing Souls eben. Vielleicht haben sich die Herren auf dem ein oder anderen Konzert schonmal mehr verausgabt, als sie das hier tun… aber hey, dafür sind fast alle Hits drauf (East Coast Fuck You, Kate is Great, The Ballad of Johnny blablabla) und soundmässig ist das für eine live Aufnahme schon mehr als gut. In erster Linie sicherlich äußerst wertvoll für treue Begleiter der Band oder für Punkrock DVD Süchtige, lohnt sich auf jeden fall mal nen Blick zu riskieren.   frankie 

 

     [Broken Social Scene - s/t]   Arts Crafts
Ein vertrauter Name, der da in meinem Kopf herumschwirrt... aber letztendlich weiß ich gar nichts. Zumindest soviel um zu sagen, dass ich nichts weiß;) also wer sind Broken Social Scene und was machen Broken Social Scene?! Kevin Drew und Charles Spearin… zwei Namen, die mir wiederrum noch weniger sagen... auf jeden fall stecken diese beiden dahinter, die fortwährend im erweiterten Freundeskreis diese Band gebaut und geformt haben. Mit der einfachen Intension gute Musik zu machen. Broken Social Scene ist ein Kollektiv aus zahlreichen Einflüssen, die von Punk bis Indie über Experimental reichen und letztlich ein Ergebnis formen... gute Musik eben!;) Vielleicht sogar Pop Musik, aber äußerst abwechslungsreich, großartig auf der Tanzfläche, fröhlich, positiv... mit viel Liebe zum Detail. Elektronisch, manuell... einfach alles was einen Ton macht gehört dazu und macht Broken Social Scene vielleicht sogar unverwechselbar. Vergleichen kann ich nichts, weil ich mich nach wie vor zum ersten mal mit der Band auseinandersetze, bewusst zumindest... früher wäre besser gewesen;)   frankie 

 

     [Distance in Embrace - The Consequence of...]   Horror Business/Cityrat 
Das kommt schon sehr wagemutig daher, was Distance in Embrace da abliefern. Wenn man es nicht wüsste` würde man sicher nicht sagen, dass diese Band fast aus der Mitte von Nirgendwo kommt... genauer gesagt aus Minden, was meiner professionellen geographischen Einschätzung irgendwo bei Braunschweig liegen dürfte und ich glaube ich liege fast richtig. Äußerst fett produziert, das fällt direkt auf... sehr metallastige Gitarren, die sich ständig die Tonleiter rauf und runter bewegen, erinnert mich ein wenig an Days in Grief, nur die klingen eingängiger und melodischer... Distance in Embrace dafür irgendwie interessanter. Der Gesang ist teilweise etwas punkig angehaucht, strotzt bei gewaltigeren Passagen aber nur so vor Aggression und Intensität. Ich muss ehrlich sagen, so eine Aufnahme hab ich lange nicht mehr bei einer deutschen Band gehört... das wirkt fast schon unglaubwürdig;) „The Consequence of Illusions“ zeigt eine Menge Potential, das man aber immer noch weiter ausschöpfen kann, ja eigentlich muss... alles andere wäre eine Verschwendung!!! Auch wenn das nicht wirklich meinen Musikgeschmack wiederspiegelt` bin ich sehr angetan. Einzigster Kritikpunkt ist der leicht emolastige Gesang, der an manchen Stellen in der Art und Weise etwas leiert und in verschiedenen Songs immer wieder auftaucht und das Ganze etwas monoton macht. Dennoch großartiges Album!   frankie 

 

     [Straylight Run - Prepare to be Wrong EP]   Victory 
Aus dem Hause Victory wird momentan eine Release nach anderen auf den Markt geschmissen, man kann sich kaum noch retten. Was damals bevorzugt „Hardcore“ war ist heute größtenteils „Emocore“... ein Wandel` den die Zeit zweifellos mit sich gebracht hat. Man kann das abstreiten, aber letztlich ist es doch eine Tatsache. Deshalb bin ich umso verwunderter über dieses Signing. Straylight Run, sozusagen die Tacking Back Sunday Abspaltung steht jetzt mit eigenem Anspruch vor der Tür und auf eigenen stilistischen Füßen. Nach der Erstlings CD 2004` kommt jetzt die EP... 6 neue Songs. Ruhig, verträumt, verspielt,... man könnte meinen fast schon zu ruhig. Nein es passt nicht wirklich... zum Rest! Obwohl es mich positiv überrascht... Straylight Run machen eingängigen Indie Rock, der teilweise schon sehr straken Pop Appeal aufweist... ja richtig! Natürlich auch ein bisschen emo, etwas melancholisch, aber... überraschend gut. Viele Spielereien machen „Preapare to be Wrong“ zudem noch interessanter, sei es der sanfte Mädchen Gesang` der immer mal wieder aus dem Hintergrund hervorsticht oder die elektronischen Untertöne, die sich perfekt in das restliche Gesamtbild eingliedern. Manchmal muss man halt neue Wege bestreiten, vielleicht nicht musikalisch... aber Straylight Run eine breiteren Masse zugänglich zu machen war sicherlich nicht der Falsche!;)   frankie 

 

     [TpunktError - Denn es ist die Zeit...]   Eigenproduktion  
„Laut und schnell, so wird Punkrock heut gemacht...“ so oder so änhlich lautet das Motto von tpunkterror aus der Eifel, die jetzt mit ihrem bereits dritten selbsproduzierten Longplayer aufwarten. Immer noch Deutschpunk, immer noch mit politisch korrektem Unterton... aber es scheint als ob man sich nicht richtig vom Fleck bewegen will. Man ist zwar bemüht sich musikalisch nach vorne zu bewegen, aber das gelingt nur teilweise,... obwohl das hier wohl bisher das Beste ist, was die Jungs auf die Beine gestellt haben und am Aufschwung wächst man. Kontinuierliche Verbesserung ist stetig erkennbar, in jeder Hinsicht... besonders bei der Aufnahme. Die fand diesmal im MOS Studio statt (Jupiter Jones, 5pm Visions...) und das dort guter Sound gemacht wird, scheint sich mittlerweile herumgesprochen zu haben. Es gab aber auch Veränderungen, so ist die Band mittlerweile nur noch zu viert unterwegs... Sänger Mucki hat die fehlende Gitarre übernommen und jemand anders den background Gesang von ex-Gitarrist David. Leider nicht wirklich gut, Minuspunkt... klingt in meinen Ohren manchmal etwas daneben. Zumindest harmonieren Haupt und Nebengesang bei weitem nicht so wie vorher, auch wenn man bemüht ist mit interessanterem Songwriting zu glänzen. Gefallen werde ich sicher nicht dran finden, das liegt aber nicht an der Band, sondern eher an der Musik... also urteilt mal selbst: www.tpunkterror.de !   frankie 

 

     [Versus the World - s/t]   Kung Fu 
Versus the World könnte man fast schon als All Star Quartett bezeichnen... involviert ist nämlich neben Mike Davenport („The Ataris“) auch Trevor Lewis, dem ein oder anderen vielleicht auch von „Antifreeze“ bekannt. Fehlen noch zwei Leute, die man zwar nicht wirklich kennt, aber in naher Zukunft bestimmt... Donald Spence, der Versus the World seine Stimme leiht und Nick Matsuda, der der band seine Gitarre leiht... oder ähhh, wasauchimmer;) musikalisch scheint man sich auch mehr und mehr dem momentanen Leitfaden angeschlossen zu haben... so passen Versus the World auch nicht unbedingt in das Bild, das ich in den letzten Jahren von Kung Fu gewonnen habe. Das hat zwar schon noch viel mit Punkrock zu tun, ist aber bei weitem interessanter als alles was ich in letzter Zeit aus dem Hause „Escalante“ hören durfte. Kein schnöder Melopunk, nein... bei Versus the World wird mehr Wert auf Harmonie gelegt, das Songwriting ist eingängiger, zwar immer noch mit viel Punk Attitüde, aber auch mit vielen Emocore Elementen und man merkt zweifellos den Einfluss den die Hälfte aus bereits genannten Bands mitbringt. Musikalisch ist das zwar keine Neuerfindung, aber sehr gut umgesetzt` wenn auch auf Dauer etwas langweilig. Dennoch bin ich positiv überrascht!   frankie